FRANKFURT/NORDENHAM - Das Amtsgericht Frankfurt hat das Insolvenzverfahren über die angeschlagene Kaufhauskette Woolworth Deutschland eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde nach Mitteilung vom Mittwoch der Frankfurter Rechtsanwalt Ottmar Hermann bestellt, der bislang schon vorläufiger Insolvenzverwalter war.

Die DWW Woolworth Deutschland GmbH & Co. KG hatte wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Mitte April Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen beschäftigt bundesweit derzeit noch mehr als 9000 Mitarbeiter. Hermann will nach früheren Angaben das Kerngeschäft um die Marke Woolworth sichern und etwa die Hälfte der 311 Filialen des fast 83 Jahre alten Unternehmens erhalten.

Damit bangten vorerst auch diverse Mitarbeiter in Filialen im Nordwesten weiter, ob ihre Arbeitsplätze zu den Filialen mit Zukunft gehören. Ob etwa Nordenham dazu gehört, wollte der Insolvenzverwalter frühestens an diesem Donnerstag mitteilen, wie diese Zeitung erfuhr. Auch zur Gründung einer Transfergesellschaft für die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – in Nordenham 7 der 41 Mitarbeiter – wurde zunächst noch nichts bekannt.