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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

EZB: Ende von Anleihekäufen rückt näher

14.09.2018

Frankfurt Europas Währungshüter steuern auf ein Ende ihrer Anti-Krisen-Politik zu. Wie im Juni in Aussicht gestellt, halbiert die Europäische Zentralbank (EZB) das Volumen ihrer monatlichen Anleihenkäufe ab Oktober auf 15 Milliarden Euro. Ein Ende des – vor allem in Deutschland – umstrittenen Programms zum Kauf von Staats- und Unternehmenspapieren peilt die Notenbank nach wie vor zum Jahresende 2018 an.

Ein kleines Hintertürchen lassen sich die Währungshüter weiterhin offen: Voraussetzung sei, dass sich die Inflation weiterhin wie zuletzt entwickele. „Der EZB-Rat ist in jedem Fall bereit, alle seine Instrumente angemessen anzupassen, um sicherzustellen, dass sich die Inflation weiterhin nachhaltig in Richtung des Inflationsziels des EZB-Rats bewegt“, bekräftigte EZB-Präsident Mario Draghi.

„Die Europäische Zentralbank verlässt den geldpolitischen Krisenmodus nur im Schleichtempo. Ein vorbehaltloses Enddatum für das Aufkaufprogramm wäre überfällig gewesen“, monierte Christian Ossig, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes BdB. Auch in Europa sei die Zeit reif, „die Phase der Negativzinsen endlich zu beenden“.

Stattdessen zementieren die Entscheidungen des EZB-Rates vom Donnerstag in Frankfurt ein Andauern der Phase extrem niedriger Zinsen: Der Leitzins im Euroraum bleibt auf dem Rekordtief von null Prozent, zudem müssen Geschäftsbanken weiterhin 0,4 Prozent Strafzinsen zahlen, wenn sie Geld bei der EZB parken.

Eine Wende hin zu höheren Zinsen wollen die Währungshüter frühestens im Herbst 2019 einläuten. Der EZB-Rat bekräftigte seine Einschätzung, dass die Zinsen bis „mindestens über den Sommer 2019“ auf dem aktuellen Niveau bleiben werden.

Volkswirte rechnen damit, dass die EZB dann zunächst die Strafzinsen für Kreditinstitute verringern wird. Zurzeit nimmt sie 0,4 Prozent Jahreszins für die Einlagerung über Nacht. Sparer dürften auf eine erste Zinserhöhung noch länger warten müssen. Angesichts mickriger Zinsen verlieren Sparer Kaufkraft. Andererseits profitieren Kreditnehmer somit weiterhin von relativ guten Konditionen.

Seit Beginn der Anleihenkäufe im März 2015 bis Ende August 2018 hat die EZB Wertpapiere im Gesamtwert von gut 2,5 Billionen Euro gekauft. Konkret wurden damit z.B. einige Staaten bei ihrer Finanzierung entlastet. Offizielles Ziel ist, auf diesem Weg der Konjunktur in den 19 Euroländern auf die Sprünge zu helfen und zugleich die Teuerung in einem gewissen Rahmen anzuheizen. 

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