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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Studie: Traditionsreich und frauenarm

11.06.2020

Frankfurt Managerinnen schaffen es in großen Familienunternehmen seltener in die Top-Etage als in börsennotierten Firmen. Nach einer Studie der gemeinnützigen Allbright-Stiftung lag der Anteil von Managerinnen in der Geschäftsführung der 100 umsatzstärksten Familienfirmen Anfang März bei 6,9 Prozent. Bei den 160 Konzernen der Börsenindizes Dax, MDax und SDax waren es insgesamt 10 Prozent – bei den 30 Börsenschwergewichten des Dax sogar 15 Prozent.

„Familienunternehmen in zweiter, vierter oder sechster Generation sind Anpassungskünstler, sie haben Jahrzehnte überlebt, weil sie immer rechtzeitig die Zeichen der Zeit erkannt und genutzt haben“, sagten die Geschäftsführer der Stiftung, Wiebke Ankersen und Christian Berg. „Beim Frauenanteil in der Unternehmensführung haben sie aber noch einen ,Blind Spot‘.“

Tradition sei bei Familienunternehmen ein sehr starker Wert, „aktuell droht er, die Erneuerung zu ersticken“, so Ankersen. „Es besteht die Gefahr, dass die Firmen die Weiterentwicklung ihrer Führungsstruktur verpassen – mit Folgen für ihre Zukunftsfähigkeit.“

Weniger als ein Drittel (29 Prozent) der großen Familienunternehmen hat eine Frau in der Geschäftsführung. Insgesamt arbeiteten der Studie zufolge am 1. März 406 Männer und 30 Frauen in der Top-Etage. Am höchsten ist der Frauenanteil mit 10,3 Prozent bei den 20 Konzernen, die auch an der Börse notiert sind. Dazu zählen BMW, Continental, Henkel, Merck oder Volkswagen. Unternehmen, die zu 100 Prozent in Familienbesitz sind, schneiden demnach mit einem Anteil von 4,8 Prozent deutlich schlechter ab.

„Diese Unternehmen stehen nicht so stark im Licht der Öffentlichkeit. Transparenz hilft, denn es wird zunehmend erwartet, dass Unternehmen für Vielfalt und Chancengleichheit ebenso sorgen wie beispielsweise für Nachhaltigkeit“, sagte Ankersen.

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Besser sieht es bei Aufsichts- beziehungsweise Verwaltungsräten aus. Der Frauenanteil in den Kontrollgremien großer Familienunternehmen beträgt 24,5 Prozent.

In der Eigentümerfamilie werden machtvolle Positionen wie der Vorsitz der Geschäftsführung oder des Aufsichtsrats der Studie zufolge vorwiegend Männern anvertraut. In nur zwei der großen Familienunternehmen haben weibliche Mitglieder den Vorsitz der Geschäftsführung inne: Anna Maria Braun bei der Medizinfirma B. Braun Melsungen und Nicola Leibinger-Kammüller beim Maschinenbauer Trumpf.

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