Frankfurt - Der Euro hat die markante Kurs-Marke von 1,20 Dollar überschritten. Auf diesem Niveau war er zuletzt vor rund zweieinhalb Jahren gehandelt worden. Zum Jahreswechsel lag der Kurs noch bei etwa 1,05 Dollar.
Diese Euro-Stärke trifft Exporte aus dem Euroraum in den Dollarraum: Sie werden teurer. Umgekehrt werden die USA als Reiseziel und US-Produkte im Euroraum konkurrenzfähiger.
Die jüngsten Kursgewinne resultierten offenbar immer noch teils vom späten Freitagabend. In einer mit Spannung erwarteten Rede hatte sich EZB-Präsident Mario Draghi kaum zur aktuellen Geldpolitik und gar nicht zur Kursstärke des Euro geäußert.
Einige Stunden zuvor hatte die Vorsitzende der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, den Dollar unter Druck gesetzt. Ähnlich wie Draghi schwieg sie sich zum geldpolitischen Kurs aus. Der US-Dollar, der an den Märkten wegen der verflogenen Trump-Euphorie ohnehin seit Längerem unter Druck steht, gab weiter nach.
