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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Immobilienwirtschaft fordert neue Konzepte

21.08.2018

Frankfurt Die Immobilienwirtschaft wirft Kommunen vor, Mittel für schnelles und günstiges Bauen nicht genug auszuschöpfen. Im Kampf gegen steigende Mieten in Großstädten werde von staatlicher Seite nicht genug getan, kritisiert der Zentrale Immobilien-Ausschuss (ZIA).

Bauen sei in den vergangenen Jahren stetig teurer geworden, sagte ZIA-Präsident Andreas Mattner. „Die politischen Auflagen haben sich erhöht, die Grundstückspreise sind ebenfalls auf einem Allzeithoch, und Kosten für Baustoffe und Gewerke steigen konstant.“

Dabei gebe es viele Instrumente wie digitale Planungen, Konzeptvergaben für Grundstücke oder serielles länderübergreifendes Bauen. „Diese Angebote werden aber von zu wenigen Kommunen genutzt“, monierte Mattner. „Hier findet sich ein erhebliches Potenzial.“

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund wies die Kritik zurück. Gefordert seien nicht vorrangig die Kommunen, sondern Bund und Länder.

Der ZIA kritisiert etwa den Bestand verschiedener Landesbauordnungen, die Verzögerungen und Kosten verursachten. Einmal genehmigte Bautypen sollten in allen Bundesländern anwendbar sein, um schnell in Serie bauen zu können.

Zudem plädiert der ZIA für Konzeptvergaben. Dabei verzichten Kommunen bei der Vergabe von Grundstücken auf den maximal möglichen Preis und entscheiden nach Qualität des eingereichten Vorschlags von Projektentwicklern – etwa ökologische und energieeffiziente Kriterien oder Ideen für soziale gemischte Wohnquartiere.

Der Städte- und Gemeindebund entgegnete, Konzeptvergaben, serielles Bauen und digitale Planungen würden von den Kommunen „vielfach aktiv genutzt“.

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