Oldenburg - „Es kann nicht sein, dass Frauen, die zum Großteil eine bessere Ausbildung mitbringen als männliche Kollegen, trotzdem schlechter bezahlt werden oder keinen Job finden“, sagte Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler in ihrem Grußwort am Donnerstagmorgen vor knapp 200 geladenen Gästen im Etzhorner Krug.

Zum 35. Mal fand dort der Europatag des Deutschen Frauenrings (DFR) statt, ausgerichtet vom Ortsring Oldenburg. Die Veranstaltung, die sich aus dem ehemaligen Europareferat des Verbandes parallel zu den Europatagen des Europarates und der Europaunion entwickelt hat, wird im jährlichen Wechsel von den Ortsringen ausgerichtet. Die Treffen greifen überregionale Themen auf; in diesem Jahr „Ökonomie und Gesellschaft“. Zwei Referenten wurden geladen.

Nach musikalischen Einlagen vom „Duo Sonol“, der Eröffnungsrede von Hannegret Beil (Ortsring Oldenburg), der Begrüßung von Dr. Gabriele Trzonnek (Vorsitzende des DFR-LV Niedersachsen), sowie Grußworten von Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler, Mechthild Schramme-Haack (Vorsitzende des Landfrauenrates Niedersachsen) und Kornelia Ehrhardt (Gleichstellungsbeauftragte des Frauenbüros der Stadt), hatten die Referenten Dr. Niko Paech (Carl von Ossietzky Universität) und Dieter Meyer (Europe Direct) das Wort. Sie sprachen in ihren Vorträgen über die Probleme einer Überflussgesellschaft im Hinblick auf die nachhaltige Zukunftsentwicklung, insbesondere die Rohstoffe betreffend.

Paech appellierte an die Zuhörer, „die eigenen Ansprüche runterzuschrauben. Zu viel Wohlstand macht nicht glücklich, etwas weniger für jeden macht in der Gemeinschaft viel aus“, so seine Überzeugung.

Sabrina Wendt
Sabrina Wendt Newsdesk