Hamburg - Trotz des starken Konkurrenzdrucks auf dem deutschen Benzinmarkt haben sich die freien Tankstellen in den vergangenen Jahren gut behauptet. Zwar nehme langfristig die Zahl der Tankstellen in Deutschland deutlich ab, heißt es in einer Studie der Rating-Agentur Scope im Auftrag des Bundesverbandes Freier Tankstellen (BFT), die am Dienstag vorgestellt wurde. In jüngster Vergangenheit lasse sich jedoch eine Verlagerung hin zum Mittelstand erkennen. Rund 25 Prozent der Treibstoffe in Deutschland werden von freien Tankstellen verkauft.
2016 ging die Zahl der Tankstellen hierzulande um 21 auf 14 510 zurück. Der Höchststand vor fast 50 Jahren lag bei mehr als 46 000 Stationen. Das bedeute jedoch nicht, dass die Nachfrage nach Kraftstoffen sinke, so der BFT. „Die Autozulassungen steigen auf Rekordhöhen“, sagte Hauptgeschäftsführer Axel Graf Bülow. Die Fahrzeuge seien jedoch effizienter als früher und hätten größere Reichweiten, so dass sie seltener an die Zapfsäule müssten.
Ohnehin verdienen die meisten Tankstellen nur wenig Geld mit dem Verkauf von Treibstoffen, sondern mehr mit ihren immer größeren Läden. „Manche Tankstellen können auch dort überleben, wo es durch die Straßenführung nicht gerechtfertigt wäre, weil sie sich zu Nahversorgern entwickelt haben“, sagte Bülow.
