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FREIZEIT 35 000 Kletterer zwischen hohen Bäumen

Kletterwald-Betreiber gründen Interessenvertretung

Der Kletterwald Nord

an der Thülsfelder Talsperre hat sich inzwischen zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Region entwickelt. Dort sind vier Vollzeitbeschäftigte und 21 Teilzeitbeschäftigte tätig. Das Ehepaar Placke betreibt seit 2007 einen zweiten Kletterwald in Ibbenbühren und plant nach eigenen Angaben den Bau von drei weiteren solcher Einrichtungen im Nordwesten Niedersachsens.

In diesem Jahr

haben die Betreiber von Kletterwäldern in Deutschland den „Internationalen Kletterwald-Verband“ gegründet. Gründer sind Betreiber aus der Bundesrepublik und dem benachbarten Frankreich. Wolfgang Placke ist Vizepräsident der Organisation, Präsident ist der Schweizer Unternehmer Michael Trefs. Sitz des Lobby-Verbandes ist Osnabrück-Wallenhorst, Wohnort von Wolfgang Placke. Vizepräsident Wolfgang Placke: „Der Verband versteht sich als Interessenvertretung der Betreiber von Kletterwäldern.“ Er soll Qualitäts-Standards entwickeln und einführen.

Mehr Infos unter

www.kletterwald-nord.de

Der Kletterwald Nord kommt bei den Gästen gut an. Das Betreiberehepaar Placke verzeichnet steigende Besucherzahlen. Im nächsten Jahr kommen weitere Kletterelemente hinzu.

Von Heinz-Josef Laing

Thülsfelde Der 2005 eröffnete Kletterwald Nord an der Thülsfelder Talsperre setzt weiter auf Expansion. Das Betreiberehepaar Ruth und Wolfgang Placke will den Kletterwald für die Saison 2008 weiter ausbauen und zusätzliche Attraktionen für Kinder schaffen.


In der dritten Saison besuchten nach Angaben von Wolfgang Placke rund 35 000 Menschen die neue Freizeiteinrichtung. Im vergangenen Jahr waren es noch 28 000 Besucher gewesen. Wolfgang Placke: „Wir sind mit dem Verlauf des Jahres sehr gut zufrieden.“

Das Ehepaar Placke hatte den Kletterwald im Jahr 2005 eröffnet. Auf einer 30 000 Quadratmeter großen Waldfläche zwischen dem Auslaufbauwerk der Talsperre und dem Flusslauf der Igelriede haben die Betreiber rund 80 verschiedene Kletterelemente mit Netzbrücken, Bohlen und Seilen zwischen die hohen Bäume gebaut. Die Zahl der Kletterelemente mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden und in unterschiedlichen Höhen, so Wolfgang Placke, soll bis zum nächsten Jahr auf insgesamt 100 wachsen. Während Kinder ab fünf Jahre auf einem Kinder-Parcours in ein bis zwei Metern Höhe klettern können, werden für Erwachsene ausgefeilte Möglichkeiten in bis zu zehn Metern Höhe angeboten.

Eine der Hauptattraktionen des Kletterwaldes leidet jedoch seit einiger Zeit unter massivem Wassermangel, weil die Igelriede wegen der Wasserverluste der Talsperre fast trocken gefallen ist. Über die Igelriede führt jedoch der „Fliegende Holländer“, eine 50 Meter lange Seilbahn, auf der die Kletterer in luftiger Höhe das Gewässer überqueren können. Wolfgang Placke: „Ich bin völlig entsetzt und hoffe, dass zum Beginn der nächsten Saison am 8. März 2008 das Wasser wieder da ist.“

Auch in diesem Jahr hatte das Ehepaar Placke den Kletterwald weiter ausgebaut. So können Erwachsene seit dem Sommer einen neuen Trainingsparcours nutzen, bevor sie in die schwierigeren Abschnitte einsteigen. Verbessert wurden auch die Aufstiege. Placke: „Wir haben die einzelnen Angebote noch weiter perfektioniert.“ Für die nächste Saison soll zudem der Einstiegsbereich für Kinder erweitert und ein kleiner Spielplatz geschaffen werden.

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