Seefeld - Viele junge Leute hat Vorstandsmitglied Reiner Hülstede beim traditionellen Ernteball des Landvolkvereins Seefeld in der Gaststätte Seefelder Schaart begrüßt. Mit rund 100 Gästen war der Ball sehr gut besucht. Nach dem Schnitzelbuffet sorgte wie schon im Vorjahr DJ Holger Menke für musikalische Unterhaltung bis in die frühen Morgenstunden.
Zuvor fand in der Seefelder Kirche ein plattdeutscher Gottesdienst statt. Die Erntekrone war in diesem Jahr von Bürgern aus Augustgroden geschmückt worden, die auch die Kirche und den Saal festlich dekoriert hatten.
Sarah Köhne und Mona Büsing trugen unterstützt durch ihre Mütter die mit Ähren, Andelblumen und Physalis geschmückte Krone herein, die anschließend im Festsaal unter der Decke aufgehängt wurde.
Die Gäste konnten sich über eine reichhaltige Tombola mit attraktiven Preisen freuen. Jede Eintrittskarte war auch ein Los, so dass jeder Besucher einen Gewinn mit nach Hause nehmen konnte. Hauptpreis war ein Gartentisch mit zwei Stühlen. Darüber hinaus gab es eine Schubkarre, Gartengerätschaften, Haushaltsgeräte, Präsentkörbe oder Blumen zu gewinnen.
Reiner Hülstede blickte auf das Erntejahr zurück, welches sich sehr positiv für die Landwirte gestaltete. Die milden Temperaturen im Frühjahr und im gesamten Verlauf der Vegetationsperiode ließen vor allem das Grünfutter kräftig wachsen. „Wir hatten gutes Wetter und gute Preise bei der Milch, welche ja unsere Lebensgrundlage ist“, sagte Reiner Hülstede.
Nur der Mai habe einen kleinen Schönheitsfehler gehabt. Insgesamt konnte gutes reichhaltiges Futter geerntet werden. „Beim Mais fiel die von vielen gefürchtete ’Agrarglätte’ aus“, sagte Reiner Hülstede und meinte das trockene Wetter bei der Maisernte.
Ein Stichtag sei allerdings der 7. August gewesen, der Tag, an dem Russlands Präsident Wladimir Putin seine Sanktionen aussprach. Für die Milchprodukte sei somit ein großer Markt weggebrochen und die Preisspirale habe wieder angefangen, sich zu drehen. Die Butterpreise gingen runter und die Erlöse für die Molkereien auch.
Dieser Trend werde wohl anhalten, meinte Reiner Hülstede, der auch auf den Wegfall der Milchquote 2015 verwies, der noch mehr Milch in den Markt spülen könnte. „Die Zukunftsaussichten sind nicht so rosig, aber keiner kann Prognosen abgeben“, sagte Reiner Hülstede.
