Cloppenburg - Erfreut haben Handwerk, mittelständische Betriebe und Verwaltungsvertreter auf das sehr gute Abschneiden des Kreises Cloppenburg beim Wirtschaftskraft-Ranking der Zeitschrift Focus Money reagiert. Wie berichtet, hat der Kreis Cloppenburg mit 165 000 Einwohnern landesweit Platz eins von 40 und bundesweit Rang 42 von 382 belegt. 2015 waren es für Cloppenburg die Plätze 19 bzw. 211. Der Nachbarlandkreis Vechta musste den landesweiten Platz eins an Cloppenburg abgeben, im Bund belegt Vechta aktuell Position 127 (2015: 53).
„Die positive Entwicklung des Handwerks seit 20 Jahren hat den Weg zur Spitzenposition mit freigemacht. Etwa auf dem Metallsektor erlangten viele hiesige Firmen deutschland- oder weltweite Bedeutung. Die Stichworte Aus- und Weiterbildung sowie Beschäftigung haben große Bedeutung“, meinte Detlef Irmer, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Cloppenburg
Eingang in das Wirtschaftskraft-Ranking finden die jeweils neuesten verfügbaren Zahlen – etwa der Arbeitslosen, der Bruttowertschöpfung oder des Bruttoinlandsproduktes. Dazu kommen die Höhe der Investitionen, das Wirtschaftswachstum und das verfügbare Einkommen. Aktuell gilt 2010 bis 2015 als Bemessungszeitraum.
„Auch wenn man solche Rankings nie überbewerten sollte, so freue ich mich, dass unser Landkreis bei der Erhebung in Niedersachsen auf eine Spitzenposition vorgerückt ist“, stellte Cloppenburgs Landrat Johann Wimberg (CDU) fest. Auch im bundesweiten Vergleich habe der Kreis einen enormen Sprung nach vorne machen können. Damit bestätige sich die kontinuierliche und gute Entwicklung im Vergleich zu anderen Regionen. Da solche Zahlen aber auch immer eine Momentaufnahme seien, müssten sie nicht Genugtuung, sondern Ansporn sein.
Auch in sozialen Netzwerken findet die Untersuchung Beachtung. So kommentierte Garrels Bürgermeister Andreas Bartels (CDU) das Ranking auf Facebook: „Super!“
Nicht wirklich überrascht von dem Ergebnis zeigte sich Christoph Reents, Sprecher der GS agri-Gruppe (Schneiderkrug). Für ihn ist ausschlaggebend, dass sich rund um die Landwirtschaft, gerade im Kreis Cloppenburg, viele leistungsfähige Unternehmen angesiedelt hätten. Diese böten viele Arbeitsplätze.
„Die Stadt Cloppenburg ist mit dem Landkreis stolz darauf, erneut zu den wirtschaftsstärksten Regionen gezählt zu werden. Dies ist natürlich in erster Linie der hervorragenden Arbeit und den Ideen der hier ansässigen Betriebe zu verdanken“, heißt es in einer Stellungnahme aus dem Rathaus.
Dass der Kreis Cloppenburg in Niedersachsen die Nummer eins sei, habe aber auch mit den Bemühungen der Städte und Gemeinden zu tun. Wirtschaftsförderung durch Förderung von Existenzgründern und Ansiedlung von Ankerbetrieben sowie die Erweiterung der Gewerbeflächen und eine günstige Verkehrsinfrastruktur sorgten dafür, dass der Kreis seine führende Position behaupte, so Stadtsprecher Klaus Niemann.
