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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Alle Azubis durchlaufen alle Abteilungen

21.07.2018

Friedeburg /Friesland Eine festgelegte Abteilung, eine festgelegte Tätigkeit von Anfang an, eine Ausbildungswerkstatt? Nein, das ist nicht der Ansatz der M&S Armaturen GmbH aus Friedeburg. Bei dem Spezialisten für Armaturen, Rohre und Sonderteile aus Edelstahl entscheidet sich der endgültige Ausbildungsberuf erst während der Ausbildung.

„Der Start der Ausbildung beginnt bei M&S anders als in vielen anderen Betrieben“, schreibt Personalleiter Kilian Meyer in der Bewerbung des Unternehmens um den Preis für Innovative Ausbildung (PIA) der NWZ, mit dem Betriebe gewürdigt werden sollen, die in Sachen Ausbildung mehr tun als das Übliche. Bei M&S durchlaufen alle Bewerber alle Abteilungen im Betrieb – unabhängig von dem Ausbildungsplatz, auf den sich die Kandidaten beworben haben. „In fast 80 Prozent der Fälle stellt sich dabei heraus, dass die Tätigkeiten auf einem anderen Ausbildungsplatz oftmals viel interessanter sind und einem besser liegen als die, auf die man sich beworben hat“, so Meyer.

In Zusammenarbeit mit dem Ausbildungskoordinator für den gewerblichen Bereich werde im zweiten Lehrjahr geschaut, an welchen Arbeitsplätzen die Auszubildenden ihre Stärken einbringen können und wo es ihnen am meisten Spaß macht. „Nach dieser Entscheidung nehmen unsere Auszubildenden dann den tatsächlichen, späteren Arbeitsplatz ein und werden speziell hierauf ausgebildet“, erklärt Meyer.

Auch sonst ist bei der M&S Armaturen GmbH vom Start weg vieles anders als bei anderen Unternehmen. „Wir haben uns bewusst gegen eine Ausbildungswerkstatt entschieden“, betont Meyer. „Unsere Politik ist, dass alle Auszubildenden schon am ersten Tag an echten Kundenaufträgen arbeiten und hier an allen Arbeitsplätzen von entsprechenden Altgesellen ausgebildet werden.“

Bewusst setzt M&S darauf, dass die jungen Leute schon vor dem offiziellen Ausbildungsbeginn ins Unternehmen hineinschnuppern. „Nach der Ausbildungszusage werden alle neuen Auszubildenden samt Angehörigen im Mai eines Jahres ins Unternehmen eingeladen“, sagt der Personalleiter. Bei dieser Einführungsveranstaltung stellt sich das Unternehmen vor, Auszubildende aus dem zweiten und dritten Lehrjahr führen durch die Produktion und erklären die Arbeitsplätze, bevor dann die Ausbildungsverträge unterschrieben werden. Wer mag, könne sich vor dem Ausbildungsbeginn in den Sommerferien als Minijobber das Taschengeld noch etwas aufbessern.

Das Unternehmen aus Friedeburg mit knapp 260 Mitarbeitern und mehr als 30 Auszubildenden, darunter viele aus dem Oldenburger Land, bildet in sieben Berufen aus. Im Einzelnen sind dies Fachkraft Lagerlogistik, Industriekaufmann, Fachinformatiker Systemintegration, Zerspanungsmechaniker Drehtechnik, Zerspanungsmechaniker Frästechnik, Industriemechaniker Instandhaltung und Konstruktionsmechaniker Feinblechbau.

Jörg Schürmeyer
Redakteur
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2041

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