FRIEDRICH-AUGUST-HüTTE - Die elektronische Anzeigetafel auf dem Gelände der Weser-Metall GmbH zeigte am Dienstag einen Willkommensgruß an. Er richtete sich an die jungen Leute, für die jetzt die Ausbildung begonnen hat. Fünf Lehrlinge hat das Unternehmen eingestellt. „Sie haben das große Los gezogen“, begrüßte Geschäftsführer Dr. Raimund Westphal die Azubis gestern bei einem Empfang in der Ausbildungswerkstatt.

Benedikt Feierabend, Artur Martin und Marcel Schlesies werden zu Industriemechanikern (Fachrichtung Instandhaltung) ausgebildet. Stephan Nordenholt beginnt eine Ausbildung zum Elektroniker (Fachrichtung Betriebstechnik) und Merle Michelsen wird zur Chemielaborantin ausgebildet. Für alle dauert die Lehre dreieinhalb Jahre.

An dem Empfang nahmen auch fünf Lehrlinge der Norddeutschen Seekabelwerke und zwei Lehrlinge von Xstrata teil, die einen Teil ihrer Ausbildung bei Weser-Metall absolvieren.

60 Bewerbungen

Auf die fünf Ausbildungsplätze bei Weser-Metall hatten sich insgesamt 60 junge Leute beworben. Wie die Personalleiterin Claudia Theisen mitteilte, sind bei der Bleihütte zurzeit insgesamt 17 Auszubildende beschäftigt. Hinzu kommen 11 Lehrlinge, die dem Ausbildungsverbund zwischen Weser-Metall, Xstrata und NSW angehören.


Für das Jahr 2010 sucht Weser-Metall drei Auszubildende für den Beruf Industriemechaniker (Instandhaltung), einen Auszubildenden für den Beruf Elektroniker (Betriebstechnik) und zwei Auszubildende für den Beruf Chemielaborant.

Raimund Westphal betonte bei der Begrüßung, dass bei Weser-Metall die Ausbildung einen hohen Stellenwert genießt. „Als sich die Wirtschaftskrise abzeichnete, haben wir uns zu keinem Zeitpunkt die Frage gestellt, ob wir weiter ausbilden sollen oder nicht.“ Das werde auch in Zukunft so bleiben. Westphal stellte in diesem Zusammenhang die Verpflichtung des Unternehmens in der Region heraus. Außerdem sagte er: „Deutschland braucht gute Nachwuchskräfte. Wir sind ein teures, aber auch ein kreatives Land.“

Fordern und fördern

Vom Technischen Direktor Dr. Ulrich Kerney erfuhren die Azubis, dass sie in ihrer Ausbildung gefördert, aber auch gefordert werden, um sie auf das gute, aber manchmal eben auch raue Betriebsklima in der Produktion vorzubereiten. Der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Halvard Hampel sagte den Lehrlingen: „Ihr habt Glück, dass ihr hier gelandet seid. Gebt ordentlich Gas und lasst nicht den Lauen raushängen.“