FRIEDRICH-AUGUST-HüTTE - Die ATB-Motorentechnik bleibt bis auf weiteres von der Kurzarbeit verschont. Deshalb gibt das Unternehmen zunächst weiter Vollgas: Zumindest bis Ende August werden die 191 Mitarbeiter in der Fertigungsstätte am Helgoländer Damm wie gewohnt weiterarbeiten.
Das teilte am Dienstag eine Konzernsprecherin in Wien auf Anfrage der NWZ mit. „Die Auftragsbücher waren im ersten und zweiten Quartal dieses Jahres voll“, sagte Claudia Müller. Allerdings sei die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise an den Kunden aus der Industrie nicht spurlos vorübergegangen. Sie hätten manchmal Schwierigkeiten damit, die Finanzierung der Aufträge sicherzustellen.
Deshalb habe das Unternehmen vorsorglich Kurzarbeit beantragt (die NWZ berichtete). Weil Betriebsrat, Mitarbeiter und Arbeitsagentur in die Gespräche einbezogen werden müssten, sei dies schon Mitte Mai geschehen. Mitte Juni sei dann klar gewesen: Das Werk ist zumindest bis Ende August ausgelastet.
Wie es dann weitergehe, sei noch offen. Claudia Müller schätzt, dass bis zum 20. August feststeht, ob ATB Nordenham voll durcharbeitet oder im September doch noch in Kurzarbeit gehen muss. Grundsätzlich habe sich die Situation aber nicht verändert: Die Aufträge seien da, nur die Finanzierung noch nicht in jedem Fall endgültig geregelt.
Die ATB-Motorentechnik beliefert mit ihren druckfest gekapselten Elektromotoren die chemische Industrie von BASF und Hoechst bis Bayer und Degussa sowie die petrochemische und On-/Offshore-Industrie wie Shell und Esso, BP und Exxon. Die Motoren sind nicht nur gas-, sondern auch staubgeschützt.
ATB – ein europäischer Anbieter
