FRIEDRICHSFEHN - Das Ehepaar aus Jeddeloh I ließ sich für das Bauvorhaben von Bekannten inspirieren. In Friedrichsfehn soll das 1700 Quadratmeter große Spielparadies entstehen.

Von Carsten Bickschlag

FRIEDRICHSFEHN - Aktenordner stapeln sich auf dem Schreibtisch von Kerstin und Frank Wittje. Der Inhalt der Ordner würde jedes Kinderherz höher schlagen lassen: Prospekte von Spielgeräten. Das Ehepaar aus Jeddeloh I will in Friedrichsfehn eine so genannten Spielescheune errichten und feilt zurzeit an der Feinplanung. „Die grobe Planung steht bereits, jetzt geht es nur noch um Details“, sagt Frank Wittje, Inhaber eines Bauunternehmens Der Grundstein solle schon in diesem Jahr gelegt werden, die Eröffnung ist im Frühjahr 2007 vorgesehen.

Auf einer Fläche von 1700 Quadratmetern soll an der Straße Am Ortsrand ein Spielparadies für Kinder und Jugendliche entstehen. Spieleturm mit Rutsche, Trampolin, Kletterwand, Dart, Billard, Fußball-/Basketballfeld, Kleinkind-Ecke, Elektro-Go-Karts oder Hüpfburg, das Angebot werde vielfältig ausfallen, so das Ehepaar. Zudem komme ein Gastronomie-Bereich hinzu.

„Irgendetwas Verrücktes wollten wir immer schon einmal machen“, sagt Kerstin Wittje. Die Idee zu einer Spielescheune bekamen sie von Freunden und Bekannten, die bemängelten, dass es solch ein Angebot in der näheren Umgebung nicht gäbe. „Je mehr wir uns damit beschäftigt hatten, um so konkreter wurde das Vorhaben“, so die Jeddeloherin. Obwohl sie offen zugibt, dass es völliges Neuland für sie sei.

Um sich umfassend zu informieren, fuhr die ganze Familie in den vergangenen Monaten fast jedes Wochenende zu Spielscheunen – meist ins Ruhrgebiet. Die drei jüngsten Wittjes wussten von dem Vorhaben ihrer Eltern zunächst nichts. „Unsere Kinder wunderten sich schon, dass wir regelmäßig unterwegs waren.“ Lina (9 Jahre), Arne (11) und Jan (12) nahmen es aber mit Gelassenheit, schließlich durften sie im Auftrag ihrer Eltern in den Spielparadiesen spielen und herumtoben. Wittje: „Dabei beobachteten wir die drei, das war sehr aufschlussreich und gab gute Erkenntnisse über das Spielverhalten.“


Geöffnet werden soll die Spielscheune an Wochenenden und Schulferien ganztägig, in der Schulzeit nachmittags. Wenn Schulen und Kindergärten das neue Angebot als Ausflugsziel nutzen wollen, „ist das natürlich ebenfalls möglich“. Auch Kindergeburtstage sollen in der Spielscheune gefeiert werden können. Der Standort Friedrichsfehn wurde dabei ganz bewusst ausgewählt. „Das ist eine optimale Lage. Wir erwarten die Besucher hauptsächlich aus dem Ammerland und der Stadt Oldenburg“, so Frank Wittje.

„Wir freuen uns sehr auf die neue Herausforderung. Das wird bestimmt Spaß machen“, sind Kerstin und Frank Wittje überzeugt. Was noch fehlt? Ein passender Name für die Spielescheune. „Wir überlegen noch“, sagen die beiden, „für zündende Ideen sind wir jederzeit offen.“