Friedrichshafen - In Deutschland sind im ersten Halbjahr 2017 weniger Fahrräder verkauft worden. Der Absatz ging verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 2,2 Prozent auf 2,64 Millionen Räder zurück, teilte der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) mit. „Wir beobachten das mit einer gewissen Sorge“, sagte Geschäftsführer Siegfried Neuberger am Dienstag vor dem Start der Fahrradmesse Eurobike an diesem Mittwoch, 30. August, in Friedrichshafen am Bodensee. Auch die Produktion liege mit 1,44 Millionen Rädern rund 2,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Grund für den Rückgang sei unter anderem der bereits hohe Bestand von Fahrrädern in Deutschland. So besäßen 80 Prozent der Haushalte mindestens ein Fahrrad. Zudem würden die Räder hochwertiger und damit haltbarer gefertigt.
Der Markt mit E-Bikes wächst dagegen weiter: Für 2017 rechnet die Branche mit einem Verkauf von 680 000 Rädern. Das wäre ein Plus von zwölf Prozent gegenüber 2016. Vor allem deshalb rechnet der ZIV auch mit einem leicht steigenden Umsatz für 2017.
Die Fahrradbranche bleibt optimistisch: „Der Trend zum Fahrrad ist ungebrochen“, sagte Neuberger. Das sehe man vor allem in den vom Autoverkehr chronisch überlasteten Städten – dort sei das Rad inzwischen das ideale Fortbewegungsmittel.
Auf der Messe Eurobike zeigen rund 1400 Aussteller die Neuheiten und Trends der Branche. Die Eurobike dauert vier Tage lang, geht also noch bis zum 2. September.
