FRIESLAND - Die Veterinärämter von Friesland, Wittmund, Wilhelmshaven und der Wesermarsch haben sich zusammengeschlossen. Die Amtstierärzte erhoffen sich effektivere Strukturen.
von ulrich schönborn
FRIESLAND - Die Jade-Weser-Region ist erneut ein Stück enger zusammengerückt. Gestern besiegelten Wilhelmshavens Oberbürgermeister Eberhard Menzel sowie die Landräte von Friesland, Wittmund und der Wesermarsch, Sven Ambrosy, Henning Schultz und Michael Höbrink, in Jever den Zweckverband „Veterinäramt Jade-Weser“ (siehe Info-Kasten).Nach rund vierjähriger Vorbereitungszeit haben sich damit die Veterinärbehörden der Kommunen zusammengeschlossen. Ziele sind geringere Kosten und eine effektivere Arbeitsweise – nicht zuletzt mit Blick auf die Tierseuchengefahr, die keine Kreisgrenzen kennt.
Die Synergieeffekte sollen vor allem in der internen Verwaltung gehoben werden, die auf dem TCN-Gelände in Roffhausen zentralisiert wird (die NWZ berichtete). Neben dieser zentralen Anlaufstelle wird das neue Veterinäramt nach Angaben des Amtstierarztes Dr. Norbert Heising aus Wittmund fachlich kompetent besetzte Regionalstellen in Wittmund und Brake sowie eine Außenstelle auf dem Schlachthof in Wilhelmshaven betreiben. „Wir werden unseren Kunden auch weiterhin einen Vollservice bieten“, betonte Heising.
Das Veterinäramt gehört nach der Fusion zu den bundesweit größten Behörden dieser Art. Die Amtstierärzte wollen Kompetenzen bündeln. Nur so könne der Seuchengefahr begegnet und könnten die immer komplexer werdenden Regelungen der EU umgesetzt werden, sagte Wilhelmshavens Amtstierarzt Dr. Andreas Graf.
Sein Kollege Dr. Hans-Dieter Gahren aus der Wesermarsch betonte, dass an der fachlichen Qualität nicht gespart werde. „Gammel- fleisch“-Skandale zeigten, wie wichtig eine funktionierende Veterinäraufsicht sei. „Die Verbraucher können sich auch künftig auf eine vernünftige Überwachung verlassen“, unterstrich Gahren.
Region, s. 13
Neben dem Hauptsitz gibt es Regionalstellen in Brake und Wittmund
35 hauptamtliche mitarbeiter
