FRIESLAND - 130 000 Euro hat das Brauhaus für den Naturschutz zur Verfügung gestellt. Bauern sollen entschädigt werden, wenn sie Schutzzonen für Vogelnester einrichten.
Von Klaus Homola
FRIESLAND - Nachdem die Jever-Brauerei 130 000 Euro für die gemeinsame Naturschutzstiftung der Kreise Friesland und Wittmund sowie der Stadt Wilhelmshaven überreicht hatte (die NWZ berrichtete), geht es nun um die konkrete Umsetzung der Vorhaben. Mit dem Geld sollen Schutzprogramme für Wiesenbrutvögeln auf einer Fläche zwischen Schillig und Harlesiel aufgelegt werden.Am Donnerstag stellte Armin Tuinmann, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Friesland, in Förrien Frieslands Landvolkverbänden ihre Möglichkeiten zur Beteiligung vor. So können die Landwirte in den Gebieten, die den EU-Vogelschutzrichtlinien entsprechen, aktiven Gelegeschutz betreiben, der durch die Stiftung finanziert wird.
Hier gehe es vor allem um Maßnahmen des Schutzes für die Brutvögel Wiesenweihe, Kiebitz, Rotschenkel und Uferschnepfe, erläuterte Tuinmann.
Dr. Tim Roßkamp berichtete über seine Erfahrungen mit einem solchen Programm in der Wesermarsch in der Stollhammer Wisch. Dort erhielten die Eigentümer oder Pächter für den Erhalt von Nestern auf einer Fläche von 3500 Hektar pro Nest 25 Euro. Die Teilnahme an der Aktion „Gelegeschutz für Wiesenbrüter“ sei freiwillig.
Ähnlich soll auch im Wangerland verfahren werden. Die Mitglieder des Hegeringes Wangerland bekundeten bereits Teilnahmebereitschaft. Auch Kreislandwirt Hartmut Seetzen begrüßte die Freiwilligkeit um der guten Sache willen und lobte die Aktion.
Ende des vergangenen Jahres hatte das Friesische Brauhaus zu Jever bei der Aktion „Jede Kiste schützt die Küste“ pro verkaufter Kiste Jever-Bier 20 Cent für den Naturschutz gespendet. „Die Idee für unsere Aktion ist vor gut einem Jahr bei einer Tasse Tee im Kreisamt bei Frieslands Landrat Sven Ambrosy geboren worden“, erzählte Jever-Geschäftsführer Wolfgang Speth. Eine ähnliche Aktion soll auch in diesem Jahr laufen, kündigte er an.
