FRIESOYTHE - Vier Objekte standen in Friesoythe zur Wahl. Bürgermeister Johann Wimberg unterstrich die Bedeutung eines attraktiven Stadtbildes für Handel und Bevölkerung.
Von Thomas Neunaber
FRIESOYTHE - Gleich zwei Sieger gibt es im Fassadenwettbewerb 2006 der Stadt Friesoythe und des Handels- und Gewerbevereins Friesoythe. Die Fachjury, der unter anderem der Oldenburger Architekt Prof. Dipl.-Ing. Hartmut Stechow angehörte, zeichnete in der Kategorie „Neubau eines Geschäftshauses“ das neue Geschäftshaus EP Plaggenborg an der Europastraße sowie in der Kategorie „Umgestaltung eines Geschäftshauses“ die Zahnarztpraxis Dr. Balaom, Bürgermeister-Krose -Straße 5-7, aus.Am Wettbewerb, der von der Friesoyther Spar- und Darlehnskasse gesponsert wurde, nahmen neben dem Elektrofachmarkt Plaggenborg und der umgebauten Arztpraxis noch das Geschäftshaus Zweirad Frerichs an der Europastraße 10 und das Möbelhaus Dumstorff an der Straße Am Bahnhof 1 teil. Die Sieger erhielten jetzt bei einer Feierstunde im Friesoyther Rathaus neben einer Urkunde auch ein Preisgeld in Höhe von je 500 Euro. „Ich freue mich sehr über den Preis, vom Geld werde ich jetzt einen Rotdorn-Baum kaufen und vor meine Praxis pflanzen“, sagte Dr. Fathey Balaom.
Dem Ergebnis des Wettbewerbs gingen nach Angaben von Prof. Dipl.-Ing. Hartmut Stechow intensive Beratungen und zahlreiche Ortstermine voraus. Aufgrund der extrem unterschiedlichen Aufgabenstellung entschied sich die Jury, das Preisgeld zu teilen und zwei Sieger zu küren. Als Wertungskriterien legten die Juroren unter anderem die Einbindung des Gebäudes in das Umfeld und die Harmonie der Gestaltungselemente zugrunde.
So gefiel den Wertungsrichtern beim Geschäftshaus Plaggenborg die klare Formensprache des kubischen Gebäudes, die sich bewusst an keinen historischen Baustil anlehnt. Auch der optisch betonte Eingangsbereich wurde positiv hervorgehoben. Bei der Arztpraxis Balaom lobte die Jury den Mut des Bauherrn und Architekten, sich bei der Umgestaltung mit modernen Formen von historischen Formen der umliegenden Gebäude abzusetzen. Der Publikumspreis ging an Gerd Engelmann.
Jurymitglied Johann Wimberg unterstrich in seiner Rede die Bedeutung gelungener Fassadengestaltung für Wirtschaft und Bevölkerung. „Die Stadt lebt nicht nur von Beschlüssen über Straßen- und Gewerbebau, sondern auch von Bürgern, die sich Gedanken über Verschönerungen vor Ort machen“, sagte der Bürgermeister und lobte die Wettbewerbsteilnehmer für ihr Engagement.
