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Ausbildung „Das ist für mich ein Traumjob“

FRIESOYTHE - Alles blitzt, alles glänzt. Auf Hochglanz polierte Sportwagen stehen im so genannten Showroom des Autohauses Rosier an der Elbestraße in Friesoythe. Daneben steht der Automobilverkäufer und versucht, die neusten Wagen der Marke den Kunden „schmackhaft“ zu machen.

Werkstatt inbegriffen

So sollte man sich den Fahrzeugverkäufer heute vorstellen. Dass dieser Beruf und die Ausbildung zum Automobilkaufmann viel facettenreicher ist als man denkt, weiß Tobias Tameling (19) aus Kampe. Er ist seit August 2009 als Auszubildender zum Automobilkaufmann beim Autohaus angestellt.

„Viele denken, dass man in dieser Ausbildung immer nur neben dem Auto steht. Dabei gehören viel mehr Inhalte zu dieser Ausbildung – drei Monate Werkstatt inbegriffen“, sagt der junge Kfz-Spezialist. Tobias war schon immer von Autos begeistert. Schon nach dem Realschulabschluss bewarb er sich beim Autohaus Rosier. Der damals 16-Jährige wurde aufgrund seines jungen Alters noch um ein Jahr vertröstet, aber dann schließlich mit 17 angenommen.

„Eigentlich wollte ich wie fast alle Autointeressierten erst Kfz-Mechatroniker werden. Doch schnell entdeckte ich den kaufmännischen Bereich für mich“, sagt Tobias Tameling.

Standortwechsel

Alle drei bis vier Monate wechselt Tobias an einen anderen Standort der Rosier-Gruppe. Dabei stehen neben dem Verkauf drei Monate Arbeit in der Werkstatt sowie der Umgang mit dem Ersatzteillager auf dem Programm. „Wer bei uns arbeiten will, muss sich in jedem Bereich auskennen. Somit ist auch das Schrauben am Fahrzeug ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung zum Automobilkaufmann“, sagt Ausbildungs- und Verkaufsleiter Lothar Krause.


An der Schaltstelle

Dass Tobias die Kunden optimal beraten kann, beweist er im Moment in Friesoythe. Dort sitzt er an der Information und ist die Schaltzentrale des Autohauses. Ab 8 Uhr nimmt Tobias Aufträge an, fertigt Rechnungen oder begleitet Verkäufer bei der Auslieferung. „Wer als erster mit den Kunden spricht, muss wissen, wie zum Beispiel ein Schaden einzuordnen ist“.

Die Arbeit im Verkauf steht Tobias Tameling noch bevor, doch Autos verkaufen kann er auch während der Ausbildung nie allein. Für den Verkauf werden die Auszubildenden noch extra neun Monate geschult.

Mit einer Übernahmequote von 70 Prozent beim Autohaus Rosier kann Tobias Tameling mit einem ruhigen Gewissen in die Zukunft schauen: „Am meisten freue ich mich schon in den nächsten Jahren als Verkäufer neben unseren Autos stehen zu können. Für mich, ein Traumjob“.

Die spezielle

Ausbildung zum Automobilkaufmann gibt es erst seit 1998. Der Automobilkaufmann soll alle administrativen Aufgaben innerhalb eines Autohauses wahrnehmen, dass heißt, er ist die Verbindung zwischen den Abteilungen.

Voraussetzung

sind ein guter Realschulabschluss oder das Abitur. Die Ausbildung dauert drei Jahre.

Im ersten

Lehrjahr müssen die Azubis zwei Tage in der Woche zur Berufsschule. Die Schwerpunkte sind: kundenorientiertes Handeln, Umgang mit Kunden und Lieferanten, Umfassenden Produktkenntnisse, Servicebereiche der Kfz-Branche, Vermarktung und Vertrieb, rechtliche Aspekte im Servicebereich, Finanzdienstleistungen, Personalwirtschaft.
Heiner Elsen
Heiner Elsen Redaktion Münsterland
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