FRIESOYTHE/BARßEL - Für einige Mütter ist es ein ganz normaler Sonntag. Für andere dagegen der wichtigste Tag des ganzen Jahres.

Von Hans-Carl Bokelmann

FRIESOYTHE/BARßEL - Karin Hinrichs aus Friesoythe ist Mutter von acht Kindern – und ihren größter Wunsch zum Muttertag kann man gut verstehen: „Ich wünsche mir, dass die Kinder am Sonntag ganz besonders lieb sind“, sagt die 42-Jährige, für die der Muttertag „der schönste Tag des Jahres ist“.

Ihre Kinder sind zwischen einem und 15 Jahren alt, und sie lassen sich immer wieder aufs Neue Überraschungen einfallen, um Karin Hinrichs ihre Liebe zu zeigen. „Es muss gar nicht der riesige Blumenstrauß sein. Es sind oft Kleinigkeiten – wie ein ein liebevoll gedeckter Frühstückstisch – die diesen Tag so schön machen“, sagt Hinrichs.

Für Elvira Käch aus Neuvrees ist der Muttertag dagegen ein fast ganz normaler Sonntag. „Ich wünsch mir gar nichts“, sagt die 58-Jährige, die aber einräumt, dass ihre Kinder (38/37 und 35 Jahre alt) wohl Blumen mitbringen werden.

Anja Hagedorn aus Barßel wünscht sich schönes Wetter zum Muttertag. Die 35-Jährige will sich von ihrer Tochter Svenja überraschen lassen. Vermutlich wird die Erstklässlerin den Frühstückstisch decken – und zudem wurde in der Schule zum Muttertag gebastelt.


Margaretha Grosser aus Ramsloh ist nicht nur zum Muttertag eine Genießerin. „Ich freue mich riesig auf die Schokoladentorte und die Berliner, die mein Mann backen wird“, sagt die 70-Jährige. Bei den Blumenwünschen lässt sie sich gerne überraschen, räumt aber ein, dass sie Topfpflanzen Schnittblumen vorzieht. „Da hat man länger was davon.“ Von einem großen Brimborium zum Muttertag hält sie wenig: „Mein Sohn Harald sagt immer: ’Jeden Tag sollte Muttertag sein.’“

Diese Einschätzung teilt auch Veronika Speckmann, Garten- und Landschaftsbauerin aus Bösel, denn in ihrem Blumengeschäft ist der Muttertag der umsatzstärkste Tag des Jahres. Zum Muttertag ganz besonders gefragt sind Schnittblumen. „Die machen 60 Prozent aus. Der Rest wird in Topfblumen, Stämmchen Orchideen und anderes investiert“, sagt Speckmann. Als Trends sind aus ihrer Sicht zwei Entwicklungen festzustellen. Zum einen werden gerne Pflanzen gekauft, die sich länger halten, und zum anderem wird stärker in Flora für den Außenbereich investiert.