FRIESOYTHE - Sie sind selbst kaum erwachsen und müssen dennoch bald die Verantwortung für ein kleines Kind übernehmen: Acht junge Frauen im Alter zwischen 17 und 21 Jahren haben jetzt am Schwangerenprojekt des Caritas-Sozialwerks (CSW) Friesoythe teilgenommen. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und der Friesoyther Hebamme Regina Peters-Trippner angeboten.
„Die jungen Schwangeren brauchen viel Unterstützung“, sagt Judith Block vom Pro-Aktiv-Center (PACE) des CSW, das jungen Menschen bei der Suche nach Arbeit und Ausbildung zur Seite steht. Das Projekt Klara wurde ins Leben gerufen, „um den Müttern und ihren Babys den bestmöglichen Start ins gemeinsame Leben zu ermöglichen“, so Block.
An drei Terminen erhalten die werdenden Mütter alle Informationen, die sie für ihre neue Lebenssituation benötigen. Da die jungen Frauen häufig über keine Berufsausbildung verfügen und einige von ihnen alleinerziehend sein werden, wurden sie über ihre rechtliche Situation und verschiedene Hilfsangebote aufgeklärt: Sorgerecht, Elterngeld, die Beantragung von Sozialleistungen sowie Eltern- und Erziehungszeit standen auf dem Programm. Um Geburtsvorbereitung und Fragen zur Schwangerschaft ging es an einem zweiten Termin. Beim dritten Treffen besichtigte die Gruppe gemeinsam mit Hebamme Regina Peters-Trippner den Kreißsaal und die Wöchnerinnenstation des St.-Marien-Hospitals in Friesoythe.
Zum Projekt Klara gehört auch der „Treff junger Mütter“. Hier können sich die Frauen regelmäßig zu allen Fragen rund um Babys und Kleinkinder austauschen. „Auch bei der Suche nach Kinderbetreuung und einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz unterstützen wir die jungen Frauen, damit sie trotz der frühen Mutterschaft die Chance haben, ein eigenverantwortliches Leben zu führen“, erklärt Block.
Informationen zum Projekt Klara gibt es unter Telefon 04491/78870 bei Judith Block oder Petra Focke.
