Friesoythe/Bösel - Die Volksbank Bösel eG und die Spar- und Darlehnskasse eG Friesoythe wollen fusionieren. Die Vorstände und Aufsichtsräte haben eine entsprechende Absichtserklärung für eine Fusion im Jahr 2021 unterzeichnet.

„Beide Banken pflegen seit Jahren ein gutes, nachbarschaftliches Verhältnis, sind kerngesund und begegnen sich auf Augenhöhe“, teilten die Bankvorstände Andreas Frye und Stefan Awick (Vorstand Volksbank) sowie Johannes Wilke und Nikolaus Hüls (Vorstand Spadaka) in einer gemeinsamen Erklärung mit. Ziel der Fusion sei, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern.

Wie die beiden Banken betonen, werden alle rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernommen. Außerdem werden alle Geschäftsstellen erhalten bleiben. Die Kunden der Banken werden auch ihre Ansprechpartner behalten, heißt es in der Mitteilung.

Was sich allerdings ändern wird, ist der Name der Bank. Es soll ein gemeinsamer Name gefunden werden. Dieser steht aber noch nicht fest.

Das fusionierte Institut würde nach eigenen Angaben mit rund 100 Beschäftigten sowie acht Geschäftsstellen in Friesoythe, Altenoythe, Gehlenberg, Markhausen, Barßel, Harkebrügge (Spadaka) sowie Bösel und Petersdorf (Volksbank) über eine Bilanzsumme von etwa 750 Millionen Euro verfügen und ein Kundenwertvolumen von rund 1,1 Milliarden Euro betreuen.

Mit dieser Fusion wolle man auch in Zukunft ein verlässlicher Partner für die Mitglieder und Kunden sein. Das Kundenverhalten und die Gesellschaft hätten sich aber verändert. Faktoren wie demografischer Wandel, Digitalisierung und weiter steigende Regulatorik würden hier eine entscheidende Rolle spielen. „Wir sind fest davon überzeugt, dass wir diese Herausforderungen in einer größeren Gemeinschaft besser meistern können. Durch den Zusammenschluss ist es möglich, viele Arbeiten einmal gemeinsam zu erledigen statt zweimal und getrennt,“ werden die Bankvorstände zitiert.

Beide Banken werden die Vertreter im Rahmen der diesjährigen Vertreterversammlungen über das Fusionsvorhaben informieren. Die erforderlichen Beschlussvorlagen werden dann in den jeweiligen Vertreterversammlungen im Sommer 2021 zur Entscheidung vorgelegt.

Bis dahin haben die Aufsichtsräte, Vorstände und die noch zu bildenden Arbeitsgruppen Zeit, die Fusion vorzubereiten.

Carsten Bickschlag
Carsten Bickschlag Redaktion Münsterland (Leitung Cloppenburg/Friesoythe)