FRIESOYTHE - FRIESOYTHE/TH - Dirk Vorlauf bleibt optimistisch: Friesoythe und die Eisenbahn gehören einfach zusammen. Im Fremdenverkehrs- und Wirtschaftsförderungsausschuss schilderte der Erste Stadtrat, der zugleich Geschäftsführer der Friesoyther Eisenbahninfrastrukturgesellschaft (F.E.G.) ist, am Mittwochabend den Fortschritt bei den Eisenbahnplanungen.
Drei mögliche Lösungen avisierte Vorlauf dem Ausschuss: Die „Minimallösung“ würde den Güterverkehr auf den Streckenabschnitt Garrel-Cloppenburg beschränken. Die Strecke nach Friesoythe würde dann nur gelegentlich für Züge der Museumseisenbahner freigegeben.
Die „optimierte Lösung“ würde den Güterverkehr bis nach Friesoythe vorsehen. Voraussetzung wäre eine entsprechende Nachfrage aus der Wirtschaft. Der Verkehr würde vor dem Bahnübergang auf der Entlastungsstraße enden. Die Strecke würde nur ohne Umfahrmöglichkeit angeboten, das bedeutet, sie kann nur im Zwei-Lok-Betrieb befahren werden.
Die, so Vorlauf, „optimale Lösung“ sieht die komplette Wiederherstellung der Strecke mit einem Umfahrgleis und einem gesicherten Bahnübergang an der Entlastungsstraße vor. Dies sei aber nur denkbar in Zusammenhang mit der Neuansiedelung eines für die Stadt attraktiven Betriebes, wobei sich die Kosten mit Fördermitteln verbinden ließen. Dies gelte auch dann, wenn etwa der c-Port die Anbindung des Hafens an die Strecke anstrebt. Dann müsste das Gleis ab Friesoythe Grüner Hof als Anschlussgleis des c-Ports auf dessen Kosten geführt werden.
Die Ausschussmitglieder verzichteten auf eine Debatte, wobei Theo Tiedeken (CDU) anmerkte, die Planungen würden vom „Prinzip Hoffnung“ getragen und man man müsse darauf achten, „nicht schlechtem Geld noch gutes hinterher zu werfen.“
