FRIESOYTHE - „Das ist ein gutes Zeichen“, sagte Bürgermeister Johann Wimberg auf dem Empfang der Stadt Friesoythe am Montag im Forum am Hansaplatz. Er meinte damit die Tatsache, dass mehr Gäste da waren als geplant. Kurzerhand wurden zwei Tische dazugestellt – und dann konnte die Veranstaltung beginnen.

Nach der Begrüßung freute sich Wimberg, als Festredner einen „Friesoyther Jungen“ vorstellen zu können: Franz Einhaus. Der gebürtig aus Friesoythe stammende Einhaus ist Landrat im Kreis Peine. Mal launisch, aber zumeist mit der gebotenen Ernsthaftigkeit, führte er in seiner Festansprache Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Friesoythe und Peine auf. Er erzählte von der Stahlindustrie in seiner Wahlheimat und schlug den Bogen zur Schmiedestadt Friesoythe. Die Kommunalverfassung war ebenso Thema wie ehrenamtliches politisches Engagement, die Konfession und Gebietsreformen. Gerne erinnerte er sich an Diskussionabende an der Theke der Stadtschänke. „Das war eine schöne Zeit“, sagte Einhaus.

Bürgermeister Wimberg nutzte den Empfang, um zwei Bürger der Stadt Friesoythe für ihr jahrzehntelanges Engagement für das Allgemeinwohl zu ehren. Hermann Lüken ist 40 Jahre im Vorstand der Jagdgenossenschaft Augustendorf und langjährig im Vorstand des Ortsvereins Augustendorf tätig. Werner Cloppenburg wurde für sein 30-jähriges Ehrenamt im Vorstand des SV Altenoythe – davon 25 Jahre als 1. Vorsitzender – geehrt. „Menschen wie Sie brauchen wir“, sagte Wimberg und bedankte sich bei beiden mit Wappentellern der Stadt und Urkunden.

Anschließend waren alle Gäste zum traditionellen Spießbraten-Essen eingeladen. Musikalisch begleitet wurde der Empfang von der Big Band des Albertus-Magnus-Gymnasiums.