Friesoythe - Das Friesoyther St. Marien-Hospital hat in Zukunft Großes vor. Wie bereits berichtet, möchte das Krankenhaus in einen Anbau und umfassende Umbaumaßnahmen investieren. Für rund 34 Millionen Euro sollen unter anderem ein neuer OP-Bereich und eine neue Intensivstation geschaffen werden.
Natürlich kann das Hospital diese Summe nicht alleine aufbringen. Einen Großteil der Summe wird mit rund 22,5 Millionen Euro wohl das Land Niedersachsen übernehmen. Bleibt eine Finanzierungslücke von 11,5 Millionen Euro. Diese soll durch den Landkreis (sechs Millionen Euro), die Stadt (drei Millionen Euro) und einen Eigenanteil des Marienstiftes (2,5 Millionen Euro) gedeckt werden. Entsprechende Anträge vom Hospital-Geschäftsführer liegen dem Kreis Cloppenburg und der Stadt Friesoythe vor.
An diesem Mittwoch, 15. Mai, 18 Uhr, wird sich der Ausschuss für Wirtschaft, Soziales und Gesundheit des Friesoyther Stadtrates mit diesem Thema beschäftigen. In der zu beratenden Beschlussvorlage heißt es unter anderem: „Die Stadt Friesoythe bekennt sich zu ihrer Verantwortung für den Bestand und die Weiterentwicklung des St. Marienhospitals in Friesoythe. Für den geplanten Neubau einer Intensivstation/Intermediate Care, Zentralisierung OP und Verlagerung der Zentralsterilisation wird eine Förderung in Höhe von 3 Mio.€ in Aussicht gestellt, wenn entsprechende Haushaltsmittel zur Verfügung stehen.“
Das Friesoyther Krankenhaus ist aber längst nicht das einzige Thema auf der Agenda. Die Sitzung findet diesmal nicht im Rathaus statt, sondern im Sozialen Briefkasten am Grünen Hof 14. Nicht ohne Grund. Zu Beginn der Sitzung steht eine kleine Führung an. Später soll dann darüber beraten werden, ob die Jugendwerkstatt auch weiterhin 12 000 Euro jährlich als Zuschuss von der Stadt Friesoythe bekommt.
Außerdem geht es auch um das Profil Eisenstadt. Hierzu hat es eine Telefonumfrage gegeben. Abgefragt wurden Dinge wie Bekanntheitsgrad und Akzeptanz. Eines kann man schon vorwegnehmen: Den Begriff „Eisenstadt“ kennt in Friesoythe und umzu fast jeder, doch in Sachen Akzeptanz sind die Lager gespalten.
Zwei Kurzvorträge wird es geben, einen von Dirk Vorlauf als Geschäftsführer der Friesoyther Eisenbahngesellschaft (FEG). Er wird auf Antrag der SPD-Fraktion zum Thema „Ausweitung der Bahnumschlagkapazitäten der FEG und daraus resultierender möglicher Auswirkungen für die Stadt Friesoythe“ referieren. Die SPD möchte vor allem wissen, ob bereits konkrete Schritte für die Gleisanbindung an den C-Port und die Reaktivierung des Personennahverkehres gibt. Kreisdezernent Neidhard Varnhorn kommt in die Sitzung, um über den aktuellen Stand des Rufbussystems zu informieren. Das Rufbussystem soll zum 1. April starten. Es wird unter der Zuständigkeit und Regie des Landkreises Cloppenburg geführt und von den Kommunen mitfinanziert.
