FRIESOYTHE - Johannes Wilke, Vorstand der Spar- und Darlehnskasse Friesoythe, lässt die dramatische Krise auf dem Finanzmarkt schon allein aus beruflicher Sicht nicht kalt. „Wir leben in unruhigen Zeiten“, gibt Wilke unumwunden zu, atmet tief durch und nutzt diese Luft dann schnell dazu, um vor Panikmache zu warnen.
Das deutsche Drei-Säulenmodell des Finanzmarktes mit Genossenschaftsbanken, Sparkassen und Privatbanken, das unlängst noch auf dem Prüfstand gestanden habe, habe sich bewährt, sagt Wilke. „Die Kunden sind bei uns gut aufgehoben – alle unsere Kundeneinlagen sind gedeckt und sicher.“
In dieselbe Kerbe schlägt auch Britta Silchmüller, Sprecherin der Oldenburgischen Landesbank. „Das Geld unserer Sparer ist sicher. Da muss sich niemand Gedanken machen.“ Die Sicherungsgrenze je Gläubiger beträgt laut OLB 30 Prozent des für die Einlagensicherung maßgeblich haftenden Eigenkapitals der Bank. Und danach beträgt die Sicherungsgrenze pro Gläubiger bis zu 165 974 000 Euro. Nun, wer hat das schon auf der hohen Kante?
Auch die Volksbank weiß die Sparer zu beruhigen. „Wir sind am Einlagensicherungsfonds angeschlossen. Die Kundengelder sind geschützt“, sagt Volksbank-Sprecherin Nicole Scheper. Dem hat auch LzO-Sprecher Hans-Günter Rostalski nichts hinzuzufügen: „Das bei uns gesparte Geld ist sehr sicher – und zwar in unbegrenzter Höhe.“ Die amerikanische Sparkassenpleite sei nicht auf Deutschland übertragbar, weil das im Einlagensicherungsfonds angelegte Geld eben tatsächlich vorhanden sei und nicht in hochriskanten anderen Geschäftsmodellen „verbrannt“ werden könne.
