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Friesoyther Bündnis Kinderarmut auch hier vor Ort

Fritz Kreyenschmidt

FRIESOYTHE - „Mit einem so großen Andrang hatten wir nicht gerechnet“, zeigte sich Mitinitiator Hermann Reiners erfreut über die starke Beteiligung an der Gründungsversammlung des Vereins „Jedem Kind eine Chance – Friesoyther Bündnis für Kinder und Jugendliche“. Im Friesoyther Burghotel waren 86 Interessierte zusammen gekommen, um den neuen Verein aus der Taufe zu heben, 65 von ihnen unterschrieben die Beitrittserklärung als Vereinsmitglied an Ort und Stelle.

Hungern aus Geldmangel

Gabi Tepe, ebenfalls eine der Initiatoren, erklärte die Ziele des Vereins und betonte, als „Frau der Praxis“ (Kindergartenleiterin) habe sie erlebt, dass Kinder aus Geldmangel nicht an gemeinsamen Mahlzeiten teilnehmen konnten. Mit dem Thema Kinderarmut müsse man sich auch in der hiesigen Region beschäftigen, erklärte sie. Für die karitativen Vereine dürfe es kein Nebeneinander, sondern es müsse ein Miteinander geben.

Gemeinsam müsse zum Wohle der Kinder gearbeitet werden, wünschte sie sich ein Netzwerk aller karitativen Vereine, um die Hilfe im Einzelfall zu koordinieren. Die Hilfe, die der neue Verein gewähre, beruhe in erster Linie auf Sachleistungen. Nicht Geld, sondern praktische Hilfe sei gefragt, zu der auch eine intensive Beratung gehöre, damit die Hilfsbedürftigen ihre schwierige Situation zu bewältigen lernten, erklärte sie die geplante Vereinsarbeit.

Versammlungsleiter Gerd Hömmken stellte gemeinsam mit Bernd Wichmann – beide gehören dem Initiatorenteam an – die neue Satzung vor. Bei den anstehenden Wahlen wurde Hermann Reiners einstimmig zum Vorsitzenden gewählt, seine Stellvertreterin wurde Gabi Tepe. Als Schriftführer fungiert Bernd Wichmann und als Kassenwart Alois Lübbers.

Als Beisitzer und Ansprechpartner in den einzelnen Ortsteilen wurden gewählt: Hermann Moormann (Thüle), Werner Fuhler (Neuscharrel), Mechthild Lüken (Kampe), Silke Meschkat (Edewechterdamm), Elsbeth Poschmann (Friesoythe), Birgit Rolfs (Markhausen), Nicola Fuhler (Altenoythe), Irmgard Ortmann (Hohefeld), Bärbel Schrand (Gehlenberg), Angelika Heimann (Neuvrees) und Heike de Buhr (Friesoythe). Als Kassenprüfer fungieren Gerd Hömmken und Roland Ulps. Der Mitgliedsmindestbeitrag, der mit zehn Euro angekündigt war, wurde auf zwölf Euro im Jahr festgesetzt. Nach den Wahlen wurden dem Vorstand die ersten Geldspenden übergeben. Die Landjugend Friesoythe überreichte einen Scheck in Höhe von 1000 Euro.


Lob für Initiatoren

In seinem Grußwort würdigte Schirmherr Johann Wimberg die im Vorfeld der Gründungsversammlung von den Initiatoren geleistete Arbeit. Es sei eine gute und großartige Initiative auf den Weg gebracht worden. Er forderte alle auf, sich für die gute Sache des neuen Vereins zu engagieren. Alle Versammlungsteilnehmer sollten sich einbringen, damit es ein Gemeinschaftswerk werde. Die Gesellschaft müsse hinschauen und sich mit den Problemen, die der Staat nicht lösen könne, auseinandersetzen.

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