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Gedenken Bedrückende Stille in der Fabrikhalle

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FRIESOYTHE - Donnerstag, 23. Februar, 12 Uhr, Fabrikhalle des Kabelherstellers Leoni in Friesoythe: Es ist beinahe still. Einzig ein paar Maschinengeräusche sind in der Ferne hörbar. In einer der großen Fertigungshallen treffen sich nahezu 400 Mitarbeiter. Sie haben für eine Minute ihre Arbeit niedergelegt und gedenken den Opfern rechtsextremistischer Gewalt. Diese Schweigeminute hatte die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ins Leben gerufen, um gemeinsam ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit zu setzen.

„Das ist ein gesellschaftliches Ereignis, eine Bürgerpflicht und selbstverständlich“, erklärt Leoni-Geschäftsführer Lars-Jan Szymanski im Gespräch mit der

NWZ

 . Erst am Mittwoch war er von der Aktion in Kenntnis gesetzt worden. Gemeinsam mit dem Werksleiter Hubert Luttmann und dem Betriebsratsvorsitzenden Klaus Hamann organisierte er kurzerhand die Schweigeminute. Die Belegschaft sei sofort darüber informiert worden, betont Hamann und fügt hinzu, dass die Mitarbeiter viel Verständnis dafür hätten. „Kampagnen wie diese setzen ein Signal“, erklärt Szymanski abschließend.

Etwas von der Kampagne überrascht wurde das Friesoyther Unternehmen Vet Pharma, das sich am Donnerstag trotzdem kurzentschlossen für die Schweigeminute ausgesprochen hatte. Trotz der Kürze der Zeit habe der größte Teil der 170 Mitarbeiter starken Belegschaft an der Schweigeminute teilgenommen, berichtet der Herstellungsleiter und Prokurist Dr. Tim Pöpken und ergänzt: „Wenn wir davon eher gewusst hätten, dann hätten wir auch mehr auf die Beine stellen können“.

Pöpken betont den Sinn solcher Kampagnen: „Ich finde es sehr sinnvoll, dass man sich Vergangenes vergegenwärtigt. Auch für zukünftige Generationen ist das wichtig.“

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