FRIESOYTHE - Der Rotary Club Cloppenburg/Quakenbrück vergab jetzt zum achten Mal den Handwerkspreis „Jugend und Handwerk“ und würdigte damit besondere Ausbildungsleistungen junger Handwerker. Die mit insgesamt 1000 Euro dotierte Auszeichnung ging an Bürokauffrau Nicole Witte aus Neuscharrel und den Maler und Lackierer Peter Schulte aus Garrel.

Nicole Witte absolvierte ihre Ausbildung bei der Firma Metallu-Treppenbau in Neuscharrel. Sie wurde als Kammersiegerin und dritte Landessiegerin ausgezeichnet. Nicole Witte wurde von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen, hat dort heute eine leitende Position in der Verwaltung und ist an der Lehrlingsausbildung beteiligt. Sie bildete sich zudem zur Kaufmännischen Fachwirtin weiter.

Peter Schulte absolvierte eine verkürzte, zweijährige Ausbildung zum Maler bei der Firma Kohne und Meyer in Cloppenburg. Die Firma sowie die BBS Technik stellten die hohen menschlichen Qualitäten wie auch guten schulischen Leistungen von Schulte heraus. Zurzeit ist er im elterlichen Betrieb tätig, um weitere Erfahrungen zu sammeln. Sein Ziel ist die Meisterprüfung.

Der Preis sei nicht nur eine Würdigung herausragender Prüfungsleistungen, sondern auch Anerkennung der besonderen Ausbildungsleistung des Handwerks und der hiesigen Betriebe, sagte Rotary-Präsident Dr. Wolfgang Wiese aus Cloppenburg. Die Bereitschaft, Verantwortung und Pflichten für sich und andere zu übernehmen sei eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Ausbildung. Nur gut ausgebildeter Nachwuchs sichere den Fortbestand der Betriebe, sagte Wiese anlässlich der Preisverleihung in Pollmeyers Bauernstuben. Neben einer überdurchschnittlichen fachlichen Qualifikation sei auch der Einsatz für Dienste an der Gesellschaft entscheidend.

Der Leiter der Berufsbildenden Schulen (BBS) Cloppenburg, Günter Lübke, lobte den Rotary Club für das Engagement anlässlich der Preisverleihung und betonte, das die Qualifikation der Preisträger nicht nur im fachlichen Bereich liege, sondern umfassender sei. Wer Kammersieger werde, habe gezeigt, dass er ein hohes Maß an Selbstdisziplin, Kreativität, Urteilsvermögen und Gemeinschaftssinn habe. Lübke lobte die beiden Preisträger als Vorbilder. Er forderte die jungen Leute auf, sich am sozialen und kulturellen Leben der Region zu beteiligen.