Friesoythe/Hamburg - Ein Jahr lang haben sie getestet, rund 30 Mixturen ausprobiert, sind sie dem perfekten Gin immer näher gekommen. Dann war es soweit. Die richtige Mischung wurde gefunden. Martin Spieker (31) aus Friesoythe und Kaspar Hagedorn (33) aus Ohrensen waren mit dem Geschmack zu 100 Prozent zufrieden. Die Geburtsstunde von „Knut Hansen Dry Gin“.
Heute lebt der gebürtige Friesoyther in Hamburg. Und dort ist auch die Idee zum eigenen Gin gekommen. In der Schanze saß er mit seinem Kumpel zusammen, und gemeinsam philosophierten sie über das hochprozentige Getränk. Am Ende des Abends stand fest: „Wir machen unseren eigenen Gin.“
Das Getränk liegt derzeit voll im Trend. Unzählige verschiedene Marken gibt es. Nicht leicht, sich in diesem Markt zu behaupten. Doch Martin Spieker, der hauptberuflich bei einem großen Konzern beschäftigt ist, ist zuversichtlich. „Unser großer Vorteil ist, dass wir ein regionales Produkt herstellen“, sagt der 31-Jährige. So kämen die vier wichtigsten Zutaten direkt aus dem Norden. Der Wacholder wird in der Lüneburger Heide gepflückt, die Äpfel kommen aus dem Alten Land und die Gurken und das Basilikum aus dem familieneigenen Gewächshaus.
Und wie schmeckt der Gin aus eigener Herstellung? „Mild.“ Er sollte weder nach Kräutergarten, noch nach reinem Alkohol schmecken. Und doch sollte er eine unverkennbare Wacholdernote haben. „Die Geschmäcker sind natürlich verschieden, aber ich glaube, dass es uns gut gelungen ist“, freut sich der Friesoyther über das Ergebnis.
Bezahlt wird das Projekt, das Spieker als Hobby bezeichnet, übrigens komplett aus den eigenen Taschen der beiden. 800 Tonkrüge wurden bislang abgefüllt. Der Absatz läuft gut. Demnächst soll nachproduziert werden.
Damit „Knut Hansen“ weiter bekannt wird, sind Martin Spieker und Kaspar Hagedorn viel unterwegs, besuchen Bars, Restaurants, Händler. Der Friesoyther würde sich natürlich auch freuen, wenn seine Gin-Kreation auch in seiner Geburtsstadt Freunde finden würde. Ein erster Schritt ist auch schon gemacht. In der „Stadtmitte“ steht die Flasche im Regal. Mit einem örtlichen Getränkehändler stehe man in Kontakt.
Und wie kommt man zu dem Namen Knut Hansen? Spieker: „Das ist ein Hamburger Seemann. Ein ehrlicher Typ, der sich von nichts und niemandem hat aufhalten lassen und dabei unzählige Abenteuer erlebte.“
