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Hochwasser „Noch viel Platz in unseren Gewässern“

Heinz-Josef Laing

FRIESOYTHE - Während Tauwasser an Mosel, Main oder Rhein seit Tagen zu extremen Überschwemmungen führt, kommt der Nordwesten des Landes glimpflich davon. An der Thülsfelder Talsperre ist die Hochwasser-Situation nach der Schneeschmelze der letzten Tage entspannt, sagt Herma Heyken, Sprecherin des zuständigen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Norden (Ostfriesland).

Herma Heyken am Montag im Gespräch mit der

NWZ

 : „Wir stauen etwas ein und liegen jetzt 35 Zentimeter über dem Winterstau. Die aktuelle Stauhöhe in der Talsperre liegt bei 21,85 Meter. Das läuft alles ohne Probleme.“ Die Sommer-Stauhöhe beträgt 22,50 Meter. In die Soeste fließen derzeit pro Sekunde zwei Kubikmeter Talsperrenwasser ab. Herma Heyken: „Das liegt völlig im normalen Bereich.“

Dennoch ist in der Stadt Friesoythe der Pegelstand in vielen Wasserläufen kräftig gestiegen. Deutlich zu sehen ist das am alten Hafen, wo der alte Friesoyther Kanal über einen deutlich höheren Wasserstand als noch zur Jahreswende verfügt. Das liegt an den derzeit leicht erhöhten Abflüssen aus der Thülsfelder Talsperre.

Martin Windhaus, Geschäftsführer der Friesoyther Wasseracht, hat die letzten Tage entspant auf die Hochwasserlage in seinem Verbandsgebiet geschaut. Das deckt immerhin den kompletten Nordkreis Cloppenburg ab, reicht bis an die Stadt Cloppenburg und die Gemeinde Emstek heran und umfasst insgesamt 1400 Kilometer Gewässer sowie 14 Schöpfwerke. Martin Windhaus: „Die Hochwasserlage stellt sich für uns derzeit unerwartet entspannt dar. Wir hatten mit einem sehr viel größeren Wasseraufkommen gerechnet.“ Doch auch dann erwartet der Wasser- und Bodenverband keine Probleme. Windhaus: „In unseren Wasserläufen ist noch reichlich Platz.“

Trotz des kalten Winterwetters der vergangenen Woche und der gefrorenen Flächen sei viel Tauwasser in den Böden versickert, stellt Martin Windhaus fest. Auch über die vielen Entwässerungsgräben sei das Schmelzwasser in der Region abgeflossen. Das gute und bewährte Entwässerungssystem im Zuständigkeitsbereich der Friesoyther Wasseracht habe seine Funktionen voll erfüllt.

Dennoch haben die Mitarbeiter der Friesoyther Wasseracht ein wachsames Auge auf ihre technischen Einrichtungen. So werden die Schöpfwerke, die sich größtenteils in den Gemeinden Barßel und Saterland befinden, regelmäßig überprüft. Sie pumpen Wasser in höher liegende Gewässer. Windhaus: „Fallen die Schöpfwerke aus, würden landwirtschaftliche Flächen und zum Teil auch Wohngebiete in der Region überflutet.“

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