FRIESOYTHE - Der Malteser Hospizdienst Friesoythe möchte in diesem Sommer ein neues Projekt starten: „Begleitung trauernder Kinder“. „Für Kinder gibt es oft keine Möglichkeit, ihre Trauer zu leben. Sie verbergen oft ihre Ängste und wollen die trauernden Erwachsenen nicht noch mehr belasten. Für ihre Trauer bleibt dann kein Raum“, sagt Gerda Spieker vom Hospizdienst. Diesen Raum wollen die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Friesoyther Kinder- und Jugendhospizarbeit schaffen. „Kinder können in der Gruppe andere Kinder kennenlernen, die ebenfalls trauern. Sie dürfen ihren Gefühlen beim Malen, Spielen, Sprechen und in der Bewegung Ausdruck geben“, beschreibt Spieker.

Doch bevor solch eine Gruppe angeboten werden kann, müssen erst Mitarbeiter geschult und auf ihre Aufgabe gut vorbereitet werden. Zwei Ehrenamtliche haben im April eine Fortbildung zur Basisqualifikation in der Trauerbegleitung begonnen. Eine weitere Ehrenamtliche beendet im Sommer eine Fortbildung zur großen Basisqualifikation und Leitung von Gruppen in der Kindertrauerbegleitung.

„Die Fortbildungen sind sehr teuer. Da sind Spenden sehr hilfreich“, sagte Spieker. Die Stiftung der Spar- und Darlehnskasse zeigte sich sehr beeindruckt von dem neuen Projekt und will die Ausbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiter komplett übernehmen. 3000 Euro überreichten die Friesoyther Spadaka-Vorstände Johannes Wilke und Nikolaus Hüls am Dienstagmorgen an Gerda Spieker und Hospizkoordinatorin Christa Baumann. „Der Hospizdienst kümmert sich um ein gesellschaftliches Thema, das lange verdrängt wurde“, sagte Wilke. Und Hüls betonte, dass die Ehrenamtlichen den Menschen sehr viel geben würden. Und das gehe nun einmal nicht ohne Geld. Daher sei die Spadaka-Stiftung sehr gerne bereit, die Fortbildungen der Mitarbeiter für die Trauerbegleitung zu übernehmen.