FRIESOYTHE - Nur zaghaft zeigen sich bislang die ersten Frühlingsboten. Nur hier und da sind sie in Form von Maiglöckchen oder Osterblumen am Wegesrand oder im heimischen Garten zu entdecken. Meist noch grün, nur selten schon mit Knospe. Aber sie sind da und demonstrieren: Der Winter ist bald vorbei.
Meteorologisch ist er das sogar schon. Seit dem 1. März haben wir Frühling. Der astronomische Frühlingsbeginn folgt am 20. März. Das ist auch gut so, denn viele Friesoyther sehnen sich nach der wärmeren Jahreszeit.
Winterlinge sind da
„Langsam haben wir genug Winter gehabt“, sagt Maria Meyer vom Vorstands-Team der Landfrauen Friesoythe. In ihrem Garten zeigen sich bislang noch wenige Blumen. Bis auf ein paar gelbe Winterlinge, die sich auf dem Boden breit machen, sind noch keine Blüten zu sehen.
Am Dienstag feierte die Landfrau mit Familie und Freunden, wie der philippinischen Sängerin Ana Marie Topacio, ihren Geburtstag. Als Geburtstagsgeschenk bekam Maria Meyer auch einen Korb mit bunten Gänseblümchen (Bellis) geschenkt. Mit dem Auspflanzen der kleinen Pflanzen möchte sie aber lieber noch bis Mitte des Monats warten, wenn die Temperaturen höher sind.
Gartenarbeit ruht noch
„Der Winter war sehr lang. Es ist einfach noch zu früh für die Gartenarbeit“, sagt die Landfrau Marlies Schumacher aus Eggershausen. Der Boden sei beispielsweise noch zu nass und zu feucht, um umgegraben zu werden. „Das Auflockern hat jetzt keinen Erfolg, da die Erde sich sofort wieder verdichtet“, erklärt sie. Damit würde keine Luft in den Boden gelangen und das Ziel des Auflockerns würde verfehlt.
„Man kann jetzt aber noch Sträucher zurückschneiden, die im Sommer oder Herbst blühen und noch in der Vegetationsruhe sind.“ Die Landfrau warnt allerdings davor, Rosen zurückzuschneiden, solange es nachts noch friert. „Die Triebspitzen könnten dann wieder abfrieren.“ Sie selbst wird voraussichtlich in der nächsten Woche mit dem Rosenbeschnitt beginnen und die Beete auflockern. „Wenn wir bis dahin nicht wieder Regen oder Schnee bekommen“, sagt Marlies Schumacher.
Für alle, die sich bereits jetzt gerne mit Pflanzen beschäftigen möchten, hat Marlies Schumacher aber einen guten Tipp: „Man kann im Gewächshaus oder auf der Fensterbank Tomaten oder Paprika ziehen.“ Sie selbst habe bereits die ersten Samen in Blumentöpfen ausgesät. „Man kann auch schon Balkonblumen wie Eisenkraut (Verbenen) aussäen und im Topf vorziehen“, sagt Schumacher. Wenn die kleinen Pflanzen ihr erstes Blattpaar nach den jungen Keimblättern zeigen, können sie vereinzelt (pikiert) werden.
Baumfällen verboten
Was nicht mehr geht, sagt Kreissprecher Ansgar Meyer, ist das Fällen und Beschneiden von Bäumen. „Damit ist im Außenbereich und in der freien Landschaft seit Ende Februar Schluss“, sagt Meyer.
