FRIESOYTHE - Geschäftiges Treiben herrschte am Mittwoch im Friesoyther Kindergarten St. Christophorus. Die Praktikanten des Kindergartens bauten zusammen mit den Kindern der Nachmittagsgruppe die Verkaufsstände für den Flohmarkt auf, der am diesem Montag beginnt.
Der sechsjährige Alexander freut sich schon auf den Flohmarkt, bei dem die Kinder selbst die Sachen verkaufen, die von ihren Eltern gespendet worden sind. „Ich finde vor allem den Fernseher cool“, sagt Alexander und viele andere stimmen ihm zu. „Ich will die Gläser verkaufen“, wirft Kim (4) ein.
Volle Tische
In der Turnhalle haben die Kinder die Verkaufstische bereits voll beladen mit Gläsern, Spielzeug, Fahrradhelmen und vielen anderen Dingen, die gesammelt wurden. Die Kisten mussten noch die Schulpraktikanten aus der Realschule heruntertragen, als es dann aber ans Auspacken ging, waren die jungen Verkäufer in ihrem Element. „Wir haben die Sachen nach ihrem Preis sortiert“, erklärt Maria Klein. Die 15-jährige Realschülerin absolviert gerade mit mehreren Mitschülern ein Schulpraktikum in dem Kindergarten. Sie kennt den Flohmarkt bereits aus früheren Jahren. „Meine kleinen Geschwister haben hier schon mitgemacht“, sagt die Schülerin.
Den Flohmarkt veranstaltete der Kindergarten 1998 zum ersten Mal – damals ging der Erlös an das Katzenhaus des Tierheims in Sedelsberg. „Inzwischen ist er ein fester Bestandteil bei uns“, sagt Marlies Looschen, die Kindergartenleiterin. Regelmäßig kurz vor den Osterferien findet er statt und für die Kinder ist er ein Höhepunkt im Lauf des Jahres. „Sie freuen sich darauf schon lange“, meint die Erzieherin Hilde Oldigesgeers. „Damit lernen sie ein bisschen, mit Geld umzugehen.“
Kinder führen Regie
Ab Montag sind die Kindergartenkinder selbst in der Hauptrolle. Sie werden dann hinter den Verkaufstischen sitzen. Jede Gruppe übernimmt von Montag bis Freitag an ein bis zwei Tagen den Flohmarkt und verwaltet ihre eigene Kasse. „Da lernen die Kinder, dass man nichts für fünf Euro kaufen kann, wenn man nur 50 Cent in der Tasche hat“, erklärt die Erzieherin Andrea Dumstorff. Dazu komme auch die Verantwortung, wenn sie die eigene Kasse verwalten.
Die Kinder treten allerdings nicht nur als Verkäufer auf, sondern auch in der Rolle des Kunden. „Viele gehen an mehrmals über den Flohmarkt, um sich alles anzuschauen“, so Leiterin Looschen. Die Eltern statten ihren Nachwuchs dazu mit kleinen Geldbeträgen aus, die sie dann auf dem Markt beispielsweise in Kuscheltiere umsetzen können. Ein großer Berg von Plüschtieren steht dafür bereit.
Erlös geht an Kindergarten
Der Erlös aus dem Flohmarkt kommt wiederum den Kindern zugute. „Wir wollen das Geld nutzen, um die Fahrten in den Wald zu bezahlen, die wir regelmäßig unternehmen“, erklärt Leiterin Looschen. Die Senioren der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) werden die Kinder im Bus der Kirchengemeinde fahren.
sind die Verkäufer, wenn vom 8. bis 12. März der Kindergarten St. Christophorus seinen Flohmarkt veranstaltet.
des Kindergartens haben ihren eigenen Verkaufstag. Am Montag, 8. März starten die „Regenbogenkinder“, am Dienstag verkaufen die „Sonnenkinder“, bevor am Mittwoch die „Sternenkinder“ an der Reihe sind und am Donnerstag verkaufen noch einmal „Sonnenkinder“. Den Abschluss machen am Freitag die „Himmels“- und „Mondkinder“.
ist vormittags von 8 bis 12 Uhr und nachmittags von 14 bis 16.30 Uhr geöffnet.
des Flohmarktes bieten die Kinder an jedem Tag zwischen 9.30 und 11.30 Uhr ein „Bistro“.
