FRIESOYTHE - Es ist ein malerischer Herbsttag, die Sonne wirft ein goldenes Licht auf Dorothea Meinsens Garten. Doch auch das Sonnenlicht kann die dürftige Kürbisernte in diesem Jahr nicht besser aussehen lassen. In diesem riesigen Garten unweit von Altenoythe wirken die von Meinsen geernteten Zierkürbisse verloren. Gerade einmal drei Kürbisse haben die Pflanzen dieses Jahr abgeworfen. Es war einfach zu kalt, Kürbispflanzen brauchen viel Wärme, so Meinsen. Die Pflanzen hatte sie vorgezogen und dann im Frühjahr ausgesetzt. Der kalte und nasse Sommer hat ihre Ernte dann wortwörtlich ins Wasser fallen lassen.
Karge Saison beim Bauern
In ihrem Garten hatte Dorothea Meinsen schon bessere Erfolge mit Kürbissen gesehen. So konnte sie 2006 körbeweise Zierkürbisse ernten. Es waren so viele, dass sie sie verkaufen konnte: Ich bin dann sogar froh gewesen, die los zu sein. Wo soll man auch mit so vielen Zierkürbissen hin?, fragt Meinsen.
Dieses Jahr reicht die Ausbeute gerade einmal für herbstliche Deko in ihrem eigenen Haus.
Auch der Gemüsebauernhof von Garrel bescheinigt eine schlechte Kürbissaison. Von den wenigen Früchten, die Monika von Garrel dieses Jahr ernten konnte, sind bereits fast alle verkauft.
Im Frühjahr hatte auch die Kürbisexpertin die Pflanzen vorgezogen. Im Mai war es jedoch so kalt und windig, dass die zarten Pflänzchen größtenteils verweht wurden. Normalerweise bieten von Garrels eine Vielzahl selbst gezogener Kürbisse in ihrem Hofladen an. Die Auslage ist in diesem Jahr nur mit einigen kleinen Zierkürbissen belegt.
Wir haben sonst verschiedene Speise- und Zierkürbisse im Angebot, so Monika von Garrel, besonders beliebt ist immer der Hokkaidokürbis. Die besonders für Schnitzereien geeigneten Sorten gelber und roter Zentner sind jedoch nicht mehr zu haben.
Tipps für herbstliche Küche
Auch wenn die Saison für alle Kürbiszüchter dürftig ausfiel, ein paar Tipps für die Zubereitung hat Monika von Garrel trotzdem bereit: Der Hokkaidokürbis ist auch mit Schale genießbar, diese kann man auch mitkochen, sagt sie und fügt hinzu: Wer eine Kürbissuppe kochen möchte, kann fast alle Speisekürbissorten verwenden. Wer es etwas außergewöhnlich mag, könne auch den Muskat- oder Butternusskürbis ausprobieren. Die Vielfalt der Kürbissorten hat für jeden etwas Passendes dabei. Schließlich verrät Monika von Garrel auch noch ihr Rezept für Kürbisstuten (siehe Infobox). Für das Foto hat sie ihren letzten Speisekürbis geopfert.
