Friesoythe - Auch das Unternehmen Leoni Special Cables aus Friesoythe bewirbt sich um den „Preis für Innovative Ausbildung“ (PIA) der NWZ. Mit dem Preis sollen Firmen hervorgehoben werden, die in der Berufsausbildung im Oldenburger Land mit ihren kreativen Ideen mehr tun als üblich. Worum geht es bei Leoni Special Cables konkret? Um den „Gesundheitstag 2019“ im Betrieb.
„Von der Entwicklung eines Slogans für den Gesundheitstag über die Planung der einzelnen Aktionen bis hin zur Auswertung der Feedback-Fragebögen waren in diesem Jahr unsere Auszubildenden für die Gesamtorganisation verantwortlich, schreibt Carina van Dülmen. Sechs Azubis aus unterschiedlichen Ausbildungsjahren waren im Team.
Der große Planungs-, Entscheidungs- und Handlungsspielraum habe es den Auszubildenden ermöglicht, „ihr kaufmännisches Wissen, ihr Organisationstalent, ihre Kreativität und Überzeugungskraft als auch ihre ganz persönlichen Stärken einzubringen und weiterzuentwickeln“. Und auf noch einen wichtigen Aspekt weist die Ausbildungsleiterin van Dülmen hin: „Der gemeinsame Erfolg bei der Umsetzung schweißte die Gruppe zusätzlich zusammen.“
Wie umfangreich das Engagement der Azubis für den Gesundheitstag war, zeigt ein Blick auf die Ablauf-Phasen. Dazu zählen: Konzeptentwicklung, Einholen von Angeboten bei Dienstleistern, Vorstellung vor der Geschäftsführung und Personalmanagement, Detailplanung und Feinabstimmung mit Referenten und Dienstleistern, dann Entwicklung einer Marketingstrategie, die Kommunikation über das Projekt auf der Mitarbeiterebene, die Einbeziehung der Mitarbeiter (das Unternehmen hat insgesamt 650) auch für verschiedene Funktionen und die Teilnahme, schließlich – als Höhepunkt der anspruchsvollen Vorbereitungen – die Durchführung der Veranstaltung, die Auswertung der Feedback-Bögen und die Abschlusspräsentation. Auch mit externen Organisationen und mit der Betriebsärztin wurde kommuniziert.
Ihm sei schnell klar geworden, „wie viel Aufwand hinter einem reibungslosen Ablauf einer zweitägigen Veranstaltung steckt“, berichtete Azubi Jan Claassen. „Die Koordination der Termine zur Zufriedenheit aller Teilnehmer stellte meiner Meinung nach die größte Schwierigkeit da.“
Man sei durch den großen Planungsaufwand für die Gesundheitstage auch „zusammengewachsen“, berichtete Jasmina Lammers aus dem Azubi-Team. „Jeder hatte in gleichen Teilen die Möglichkeit, Ideen einzubringen“.
Und für Merle Sassen steht fest: „Mir hat besonders gefallen, dass wir selbstständig das Rahmenprogramm auf die Beine gestellt haben und auch die Angebote selber einholten. Das Projekt hat uns gefördert, selbstständig zu werden und Verantwortung zu übernehmen.“
Im Rückblick stellt Azubi Christian Specken fest: „Das Feedback motiviert sehr, weitere Projekte in die Hand zu nehmen.“ Ihm sei aufgefallen, wie positiv Mitarbeiter über die Organisation des Gesundheitstages gesprochen hätten.
