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Mediengestalter Azubi muss kreativ und flexibel sein

Christine Henze

FRIESOYTHE - „Mediengestalter war schon immer mein Berufswunsch“, berichtet Marvin-Lee Thoben über seine Ausbildung, die er derzeit im zweiten Lehrjahr bei der Nowum Werbe- und Medientechnik in Friesoythe absolviert. Mit 15 Jahren habe er bereits Fotos mit einem Bildbearbeitungsprogramm retuschiert. Auch für CD-Cover und Zeitschriften habe er sich früh interessiert und mit der Entdeckung von Gestaltungsrastern begonnen. „Vor meiner Ausbildung hier habe ich mein Fachabitur im Bereich Gestaltung gemacht“, berichtet der 24-Jährige und ergänzt, dass er nach der Ausbildung eventuell Grafikdesign studieren wolle. „Für meine Ausbildung zum Mediengestalter in den Bereichen Print und Digital habe ich Nowum gewählt, da ich hier auch mein Jahrespraktikum gemacht habe, was mir sehr gefallen hat.“

Keine Scheu vor Kunden

Vorkenntnisse seien für die Ausbildung zum Mediengestalter zwar grundsätzlich von Vorteil, aber auch kein Muss. Unerlässlich für diesen Beruf seien seiner Meinung nach sowohl Kreativität als auch Flexibilität. Auch kundenscheu dürfe man nicht sein.

„Er ist unheimlich flexibel und kann mehrere Aufträge gleichzeitig bearbeiten“, sagt Geschäftsführer Norbert Ostermann über seinen Auszubildenden. Der Tag im Unternehmen beginnt für den Auszubildenden um 7.30 Uhr und endet gegen 16.30 Uhr. In dieser Zeit realisiert er die Wünsche der Kunden. Die Beratung der Kunden sowie Planung der Werbung und die Umsetzung erlernt Marvin-Lee Thoben in drei Lehrjahren. Zudem fährt der Auszubildende einmal in der Woche in die Berufsschule nach Oldenburg. Auf dem Stundenplan stehen dort neben Typographie, Farbenlehre und EDV-Unterricht auch Mathematik, Politik, Englisch und Sport.

„Es ist extrem viel Lernstoff, der in kurzer Zeit vermittelt wird“, so Thoben. Die Ausbildung zum Mediengestalter umfasse schließlich die vier Berufszweige Schriftsetzer, Druckvorlagenhersteller, Reprograph und Werbevorlagenhersteller. Bei der Ausbildung konnte er zwischen drei Schwerpunkten wählen: Gestaltung und Technik, Konzeption und Visualisierung sowie Beratung und Planung. Thoben habe sich für die erste Ausrichtung entschieden.

Vielseitigkeit reizvoll

„Ich liebe die Vielseitigkeit dieses Berufes“, sagt er und fügt hinzu, dass man immer etwas Neues lerne. „Das ist ein Beruf, der im Trend ist.“


Am liebsten entwerfe Marvin-Lee Thoben alles von Firmenschriftzügen über Flyer bis hin zu Plakaten, also so genannte Corporate Designs. Auch die Fotografie und Logoentwicklung interessieren den Friesoyther in seiner Ausbildung sehr. Neben den gestalterischen Aspekten sei für den Auszubildenden aber vor allem die Reisemöglichkeit attraktiv. „Man kommt herum.“ Von Bayern bis Bremen ist der Auszubildende mit seiner Firma viel unterwegs, um Messestände aufzubauen und Kunden zu betreuen. „Ich gehe gern zur Arbeit und habe für mich den richtigen Beruf gewählt“, sagt der 24-Jährige abschließend.

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