FRIESOYTHE - 20 Schüler. 100 Unternehmen. Eine Liste. Die Schüler der Berufsfachschule für kaufmännische Assistenten für Wirtschaftsinformartik an den Berufsbildenden Schulen Friesoythe bereiten sich auf eine Exkursion der polnischen Art vor. Vom 12. bis zum 18. September werden die Schüler in Begleitung des zuständigen Mathelehrers Otto Stammermann nach Swiebodzin reisen. Ihr Auftrag: 100 Unternehmen in und um Swiebodzin zu besuchen und deren Firmenprofil zu erfassen. Dafür haben die Schüler einen Fragebogen entworfen. Franziska Pollmann, Marcel Deters und Dominic Pleis haben den ersten Schritt unternommen: Wir haben uns überlegt, was wir wissen wollen, und dann einen Entwurf vorgelegt, sagt Franziska Pollmann.
Basisdaten bereitstellen
Die Schüler wollen nämlich den Kontakt zwischen deutschen und polnischen Unternehmen erleichtern. Auf einer Homepage sollen künftig die Daten einsehbar sein. Angedacht ist es, die deutsch-polnischen Daten auf der Internetseite der Stadt Friesoythe oder beim Handels- und Gewerbeverein hochzuladen. Name, Produkte/Dienstleistungen, Anzahl der Beschäftigten Basisdaten wie diese sollen ab Herbst bereitstehen. Stammermann: Die Schüler haben das alles in ihrer Freizeit und in Vertretungsstunden geleistet. Denn, so ergänzt er grinsend, mit Mathematik hat das wenig zu tun.
Im Laufe der Zeit kristallisierte sich heraus, was noch alles für die Befragung wichtig sein könnte. Franziska Pollmann: Wir haben anfangs nicht bedacht, dass der Name ja auch etwas bedeuten könnte. Den müssen wir dann übersetzen. Und das ohne Polnisch-Kenntnisse? Ja. Denn jeder deutsche Schüler (mit einem kleinen Polnisch-Spickzettel ausgestattet) wird von einem polnischen Schüler begleitet.
Entwurf ist überarbeitet
Der erste Entwurf ist oft überarbeitet worden. Nun ist der Fragebogen fertig. Das muss auch sein, denn am Donnerstag beginnen die Sommerferien, danach sind die Schüler für vier Wochen im Praktikum. Für die Vorbereitung bleibt keine Zeit mehr.
Natürlich wird die Reise nach Swiebodzin auch ein Gegleitprogramm haben, so sollen die Schüler etwa die kilometerlangen, von Deutschen erbauten Bunkeranlagen in der Nähe von Friesoythes Partnerstadt kennenlernen, Kanufahren, mit ihren polnischen Mitschülern etwas unternehmen. Die Reise ist schon geplant. Obwohl die Schüler finanziell unterstützt werden etwa vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk werden die Reisekosten so gering wie möglich gehalten. An- und Abreise per Bahn: Mit dem preisgünstigen Schönen-Wochenend-Ticket geht es am frühen Sonntagmorgen los in Nahverkehrszügen geht es dann bis zu polnischen Grenze. Die Schüler werden einen ganzen Tag unterwegs sein.
In Herberge untergebracht
Untergebracht sind die Schüler dort in einer Herberge. Die Unterbringung in Familien ließ sich nicht organisieren, sagt Stammermann. Es hatten sich nicht genug Familien gefunden. Anfang/Mitte 2011 ist dann der Gegenbesuch geplant. Die Friesoyther Schülerin Natalia Czerwinska freut sich schon darauf: Unsere polnischen Schüler werden hier aber in Familien untergebracht werden.
