FRIESOYTHE/SEDELSBERG - Beim Anschluss des Hafens C-Port an das öffentliche Bahnnetz favorisiert Cloppenburgs Landrat Hans Eveslage den Ausbau der gesamten Bahnstrecke zwischen Cloppenburg und Ocholt für den Güterverkehr. Die Kosten für diese Maßnahme werden derzeit auf rund 30 Millionen Euro geschätzt. Das sagte Eveslage am Donnerstag vor Vertretern der beteiligten Kommunen Friesoythe, Bösel, Barßel und Saterland anlässlich des Umzuges der C-Port-Verwaltung aus dem Cloppenburger Kreishaus in das Hafenbetriebsgebäude am Küstenkanal.

Die von Eveslage unterstützten Planungen sehen auch den Bau einer Eisenbahnbrücke über den Küstenkanal vor. Eveslage bezeichnete es als großen Vorteil, dass die Bahnführung auf der gesamten Strecke noch für den Schienenverkehr gewidmet ist. Das gilt auch für Bereiche in der Stadt Friesoythes, in denen der ehemalige Gleiskörper jetzt als Radweg genutzt wird.

Hans Eveslage: „Wir wollen vorbereitet sein und werden die Pläne für die Gleisverbindung fertig in der Schublade liegen haben, wenn Investoren am Hafen ein solches Gleis benötigen sollten.“ Finanziert werden müsse die Maßnahme hauptsächlich mit Geldern von Bund und Land. Eveslage: „Wir haben da bereits erste Gespräche geführt.“

Vorrang habe jedoch der vom Landkreis geforderte Ausbau des Küstenkanals. Eine Vertiefung von 2,50 auf 2,70 Meter sei notwendig, um dreilagig beladene Containerschiffe passieren zu lassen. Zudem müssten etwa 30 Brücken zwischen Oldenburg und Dörpen angehoben und der Kanal in Teilen verbreitert werden.

C-Port Geschäftsführer Martin Kropp hat unterdessen sein Büro am Hafen bezogen. Ihm zur Seite steht ab sofort Jessika Thunert, die als neue Mitarbeiterin für Sekretariatsaufgaben zuständig ist. Die Geschäftsstelle ist nun unter 04491/786000 zu erreichen.