FRIESOYTHE - FRIESOYTHE/KRF - Mit einem Kulturbeitrag und Gaumenfreuden haben die Friesoyther Landfrauen ihre Generalversammlung im St.-Franziskushaus eingeläutet. Viel Befall gab es zu Beginn für die philippinische Sängerin Ana Marie Topacio, die mit ihren Liedern von Liebe, Freundschaft, Einsamkeit und Heimat begeisterte.

Vorsitzende Hanna Wreesmann konnte in ihrem Jahresrückblick auf viele Aktivitäten der Landfrauen verweisen. Vorträge, Weiterbildung, Besichtigungen, Fahrten und Geselligkeit prägten das Vereinsleben. Christa Mildenberger stellte einen ausgeglichenen Haushalt vor.

Die Vertrauensfrauen Theresa Sprock für Altenoythe und Maria Schröder für Schlingshöhe standen aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung. Für ihre langjährige Arbeit wurden sie von der Vorsitzenden mit Blumen geehrt. Birgit Anneken wurde zur neuen Vertrauensfrau für Schlingshöhe gewählt. Die Altenoyther konnten dieses Amt nicht wieder besetzen. Der Jahresbeitrag soll ab 2008 von 15 auf 20 Euro erhöht werden. Die Vorsitzende wies daraufhin, dass die Landfrauen für kulturelle Zwecke, für die Dorfgestaltung und andere Projekte EU-Fördermittel beantragen könnten. Bisher seien Anträge für den Ausbau des Werkhauses Pancratz und des Schafstalls in Altenoythe gestellt worden. Das Programm solle der dörflichen Verödung entgegenwirken.

Zum Abschluss referierte die Vorsitzende des Landesverbandes Weser-Ems, Agnes Witschen, zum Thema „Landfrauen“. Sie wies darauf hin, dass die Landfrauen mit 550 000 Mitgliedern eine starke politische Macht und vielfach an der Entwicklung des Landes durch ihre „Stimme“ beteiligt seien. Sie stellte klar, dass Landfrau nicht mit Bäuerin verwechselt werden dürfe. Viele Bäuerinnen gehörten zwar zu den Landfrauen, aber der Landfrauenverein sei für alle Frauen und Berufe offen. Vehement fordert sie, dass in den Schulen das Fach Hauswirtschaft als Pflichtfach für Mädchen und Jungen unterrichtet wird.