FRIESOYTHE - Nimmt man die Redezeiten als Maßstab, muss die neue nordöstliche Entlastungsstraße eines der bedeutendsten Bauvorhaben auf dem Friesoyther Stadtgebiet gewesen sein. Illustre Gäste hatten sich am Freitag zur Einweihung der Straße eingefunden, darunter die Staatssekretärin im niedersächsischen Finanzministerium, Cora-Jeanette Hermenau.

In der Tat stellte Bürgermeister Wimberg in seiner Ansprache die besondere Bedeutung der Entlastungsstraße als zweiten Teil einer groß angelegten Verbesserung der verkehrlichen Infrastruktur auf dem Gebiet der Stadt Friesoythe heraus. Die Straße werde ihren Beitrag leisten zur Verbesserung der Aufenthalt- und Einkaufsqualität in Friesoythe. Schon von daher seien die rund 4,3 Millionen Euro Baukosten gut investiert.

Cora-Jeanette Hermenau zeigte sich erstaunt über die rasche Bauzeit. Die Straße an der Schnittstelle von Altenoythe und Friesoythe werde die Region weiter stärken, sagte die Staatssekretärin voraus.

Vor rund 100 geladenen Gästen wies Bürgermeister Wimberg auf die lange Planungsgeschichte hin. Bereits 1990 habe es die ersten Planungen gegeben, bei denen die Trasse festgelegt worden sei. Erst mit der Fertigstellung des letzten Teils der Umgehungstraße zwischen Bundesstraße 72 und Ellerbrocker Straße (L 831) werde die Gesamtmaßnahme abgeschlossen. Erst dann könne Friesoythe von dem belastenden Durchgangsverkehr ganz freigehalten werden, was die Wohn- und Einkaufsqualität deutlich erhöhen werde.

Wimberg lud die Bevölkerfung zum „Tag der offenen Straße“ am Sonntag, 22. Juni, ein. Dann steht die rund 1,4 Kilometer lange Entlastungsstraße Radfahrern, Skatern und Fußgängern zur Verfügung.


Die Gäste waren zu Beginn der Einweihungsfeier zunächst vom Kreisel Barßeler Straße/Schwaneburger Straße mit von Pferden gezogenen Planwagen über die neue Entlastungsstraße zum Kreisverkehr an der Altenoyther Straße/Böseler Straße gefahren. Dort gaben Geistliche der katholischen und evangelischen Kirche dem neuen Verbindungsstück ihren Segen.