Friesoythe/Swiebodzin - Frühmorgens machten sich 16 Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft des zwölften Jahrgangs zu einer Exkursion auf den Weg nach Swiebodzin. In der Stadt in Polen liegt die Partnerschule der BBS Frie-soythe. Außerdem ist diese Region ein Teil Polens, der auch eine deutsche Vergangenheit hat, die an vielen Stellen für die Schüler sichtbar wurde. Erinnert wurde auf der Exkursion an die Folgen des Zweiten Weltkriegs, durch den so viele Menschen ihre Heimat verloren haben. Mittlerweile führen die beiden Schulen seit 16 Jahren Schüleraustausche durch und besuchen sich gegenseitig.

Auf dem Programm standen neben einer Stadtführung auch Besuche anderer Städte wie Grünberg und Posen. Auch die Betriebsbesichtigungen eines Flugzeugsitzherstellers und Fahrradherstellers waren Teil der Exkursion. Dadurch erhielten die Schüler Einblicke in die praktische Umsetzung betriebswirtschaftlicher Inhalte.

Neben den wirtschaftlichen Einblicken gewannen die Schüler auch kulturelle Einblicke in das Nachbarland Deutschlands. Die weltgrößte Christus Statue in Swiebodzin, die Johanniter Burg in Lagow, das Priesterseminar in Paradyz oder die Bunkeranlagen des Ostwalls waren für die Schüler teilweise doch sehr beeindruckend. „Für mich waren die Besuche der Christus Statue und der Bunkeranlage sehr bemerkenswert und absolute Highlights, die ich wohl nie wieder vergessen werde“, sagte zum Beispiel Schülerin Tabea Siemermann.

Dass der gegenseitige Besuch der Partnerschule von großer Bedeutung ist, hoben auch die drei betreuenden Lehrkräfte Otto Stammermann, Jörg Lake und Uta Grüning hervor. „Die Schüler knüpfen durch die Exkursion persönliche Kontakte und nehmen am Alltag in Polen teil“, so Grüning. „Außerdem lernen die Schüler das Schulwesen des Gastgeberlandes kennen“, so Stammermann.