Hatten - Stolze 18 Jahre ist der Präventionsrat der Gemeinde Hatten mittlerweile alt. Einige Aktionen hat er auf den Weg gebracht – die mobile Theke „Zerlegbar“, den Medien-Aktionstag, die Veranstaltungsreihe „Mut zur Erziehung“ oder Aktionstage zum Thema Schulverweigerer. Doch immer noch fehlt ihm ein „Gesicht“ mit Wiedererkennungsfaktor.

Das soll jetzt anders werden, haben Antje Gadeberg, Sabine Schneider und Caroline Stroot beschlossen. Die Jugendpflegerin, das Mitglied des Gemeindelternrats und die Gleichstellungsbeauftragte haben am Montag zu einem Kreativ-Wettbewerb aufgerufen. Angesprochen fühlen dürfen sich alle in der Gemeinde lebenden Schüler der achten und neunten Klassen, egal auf welcher Schule sie lernen. Gesucht werden Vorschläge für ein Logo, mit dem der Präventionsrat in Zukunft sich und seine Aktionen präsentieren kann.

Der Präventionsrat ist gemessen an seinem Bestehen „sehr wenig bekannt“, gibt Sozialarbeiterin Antje Gadeberg unumwunden zu. Seit zwei Monaten ist das Gremium, dem unter anderem Vertreter der Polizei, Schulen, Vereine, Kirchen und des Jugendparlaments angehören, immerhin über die Internetseite der Gemeinde Hatten zu finden. Das ist zu wenig, um die eigentliche Zielgruppe, die lieber über Twitter, Facebook oder WhatsApp kommuniziert, anzusprechen, ist den Verantwortlichen klar. Der Ideenwettbewerb, der am Montagvormittag stellvertretend für alle Schulen in der Waldschulaula vorgestellt wurde, könnte da gleich zwei Ziele zugleich erreichen: Jugendliche auf den Präventionsrat aufmerksam zu machen und deren frische Ideen und Sprache für einen Slogan und Logo zu nutzen. Die besten Vorschläge werden mit attraktiven Preisen belohnt – einem Tablet-Rechner, hochwertigen Kopfhörern und einem iPod Shuffle.

Kurz und knackig sollte der Slogan sein, originell auch die grafische Gestaltung, lautet die Aufgabenstellung. Nichts, was sich aus dem Ärmel schütteln ließe. Deshalb schickt der Präventionsrat vorsorglich einen guten Rat hinterher. „Googlen können wir alle, wir suchen etwas wirklich Eigenständiges“, betont Caroline Stroot. Jeder Teilnehmer, egal ob als Gruppe oder Einzelner, muss darum auch eine Erklärung abgeben, dass kein fremdes Copyright durch seine Arbeit verletzt wird.

Abgabeschluss ist der Donnerstag, 31. Juli 2014, per Mail an den Präventionsrat. Ausgewertet und bewertet werden die Arbeiten durch eine unabhängige Jury nach den Sommerferien.

Werner Fademrecht
Werner Fademrecht Redaktion Hatten