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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Schiffbau: Frischer Wind bei Lloyd Werft in Bremerhaven

18.09.2015

Bremen Der malaysische Mischkonzern Genting hat große Anteile an der traditionsreichen Bremerhavener Lloyd Werft erworben. Beide Seiten sprachen am Donnerstag bei der Vertragsunterzeichnung im Bremer Rathaus von einem „historischen Moment“. Ob die Genting Group die Mehrheit an der Werft übernommen hat, blieb zunächst unklar. Auch über den Kaufpreis wurde nichts mitgeteilt.

Der Bremer Logistikdienstleister BLG Logistics Group und die Familie Ehlerding trennten sich von ihren Anteilen an der Werft. Der Unternehmer Dieter Petram bleibt dagegen neben Genting der zweite Hauptgesellschafter. Die Genting-Tochter Crystal Cruises will bei der Werft fünf Kreuzfahrtschiffe bauen lassen. Der Auftragswert wird auf mindestens 1,5 Milliarden Euro geschätzt.

Der 1965 gegründete Genting-Konzern beschäftigt nach eigenen Angaben 60 000 Mitarbeiter und betreibt Urlaubsressorts in mehreren Ländern. Zum Konzern gehören die Kreuzfahrt-Marken Star Cruises, Crystal Cruises sowie Norwegian Cruise Line. Zudem hält Genting Beteiligungen in den Branchen Energie, Immobilien und Biotechnologie.

Genting-Vorstandschef Tan Sri Lim Kok Thay betonte, es sei nicht ausschlaggebend, wer wie viele Anteile halte. Die Lloyd Werft habe eine lange Historie im Schiffbau, und Genting bringe ein volles Auftragsbuch mit. Der Vorstandschef zeigte sich zuversichtlich, dass langfristig auch andere Reedereien bei der Lloyd Werft Schiffe in Auftrag geben würden. „Wir sehen eine gute Zukunft.“

In der Phase der Endausrüstung rechnet die Lloyd Werft mit einigen Hundert zusätzlichen Arbeitsplätzen. Die Aufträge für den Rumpfbau sollen an andere Werften vergeben werden. Derzeit zählt die Werft rund 400 Beschäftigte, davon rund 50 Auszubildende. Die von Crystal Cruises in Auftrag gegebenen Schiffe sollen speziell auf den Kundenmarkt in Asien zugeschnitten sein.

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„Unsere Stärke liegt im Projektmanagement. Wir haben das Know-How“, betonte Petram, der Aufsichtsratsvorsitzender der Lloyd Werft ist. Für ihn ist klar und logisch, dass Genting künftig in Bremerhaven mitspricht. „Genting ist ein strategischer Investor“, sagte Petram.

Für die notwendige Sanierung von Kajen will das Bundesland Bremen in zwei Bauabschnitten insgesamt 45 Millionen Euro investieren. „Das ist ein sehr guter Moment für Bremen und Bremerhaven“, sagte Bürgermeister Carsten Sieling (SPD). Der Vertrag biete eine neue Perspektive in einer Branche, die viele in schwerem Fahrwasser gesehen hätten.

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