Hude - Die Geräusche der surrenden Rasierapparate und schnippenden Scheren waren in den letzten Wochen im Friseur-Salon „H. Drees“ kurzzeitig nicht zu hören. Nach 48 Geschäftsjahren in Hude verstarb Inhaber Heinz Drees am 24. Juni diesen Jahres.
„Sein Tod kam plötzlich und unerwartet“, erzählt Ehefrau Monika Drees. Seit seinem sechsten Lebensjahr wohnte Heinz Drees in Hude, verbrachte seine Schulzeit im Ort und absolvierte hier auch seine Ausbildung zum Friseur.
1967 eröffnete er dann einen eigenen Salon. Zwei Jahre später erweiterte Ehefrau Monika das Team. Auch die gemeinsame Tochter Jessica beendete ihre Ausbildung im Familienunternehmen und arbeitet seit 2004 als Gesellin dort.
„In den fast 50 Jahren konnten wir uns einen treuen Kundenstamm aufbauen“, erzählt die 66-Jährige. Auch die beiden Umzüge des Salons, der zuletzt im Wohnhaus der Familie Drees an der Hohen Straße 6 a seinen Platz fand, tat dem keinen Abbruch, meint die 34-jährige Tochter.
Doch nach dem Tod des 72-jährigen Friseurmeisters sei nicht klar gewesen, wie es weitergehe und ob das Familienunternehmen weiter bestehen würde, sagt Monika Drees.
Geschlossen hatten Monika und Jessica Drees den Salon am Tag der Beisetzung und für Formalitäten, erzählen sie. Doch das Mutter-Tochter-Gespann hat sich entschieden, weiterzumachen. „Ganz im Sinne von Heinz“, sagt Monika Drees.
„Ich bin denen dankbar, die uns in dieser schweren Zeit beigestanden haben“, sagt sie. Auch wenn es nach dem Tod von Heinz Drees schwerfällt, wollen die beiden den rund 35 Quadratmeter großen Friseur-Salon wieder in Schwung bringen. Einige Kunden hätten nach dem Todesfall schon wieder vorbeigeschaut.
Monika Drees und ihre Tochter hoffen, den Salon in alter Tradition weiterführen zu können.
