Oldenburg/Vechta/Emden - Die Zahl der Arbeitslosen im Nordwesten ist im März 2017 zurückgegangen. Im Oldenburger Land und in Ostfriesland waren 53 217 Menschen ohne Job. Das waren 3685 weniger als im Vormonat und 647 weniger als im Vorjahr. Das geht aus den am Freitag vorgelegten Zahlen der regionalen Arbeitsagenturen hervor.

Im Oldenburger Land ist die Zahl der Erwerbslosen im März im Vergleich zum Vormonat um 2131 auf 35 568 gesunken. Das waren zugleich 572 weniger als im Vorjahr, teilten die Arbeitsagenturen Oldenburg-Wilhelmshaven und Vechta mit.

„Das mildere Wetter ab Ende Februar hat dafür gesorgt, dass Arbeitslose im Garten- und Landschaftsbau sowie im Baugewerbe frühzeitig eine neue Beschäftigung aufnehmen konnten“, sagt Dr. Thorsten Müller, Leiter der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven. „Die stabile Wirtschaftslage des Vorjahres setzt sich in der Region fort, das zeigt die hohe Zahl neu gemeldeter Stellen. In den ersten drei Monaten liegt der Wert auf dem Niveau des Vorjahres, in dem wir eine hohe Nachfrage nach Arbeitskräften verzeichneten“, erklärt Müller.

In Ostfriesland waren laut der Arbeitsagentur Emden-Leer im Februar 17 649 Menschen ohne Job. Das waren 1554 weniger als im Vormonat und 75 weniger als im Vorjahr. In den Ferienregionen Ostfrieslands kehrten viele Kräfte aus dem Hotel- und Gaststättenbereich und dem Handel nach der Winterpause zurück und seien wieder in Beschäftigung, erklärt Roland Dupák, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Emden-Leer.

Auch niedersachsenweit ist die Arbeitslosenquote spürbar gesunken. 253 474 Menschen waren im März ohne Job – und damit 3,8 Prozent weniger als im Februar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 2,7 Prozent weniger.


Die Arbeitslosenquote lag bei 6,0 Prozent – nach 6,2 Prozent im Februar, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Freitag in Hannover mit. „Viele Arbeitslose in Niedersachsen profitieren vom Frühjahrsaufschwung, der ihnen Chancen auf Beschäftigung bietet“, sagt Arbeitsagentur-Landeschefin Bärbel Höltzen-Schoh. Unter jüngeren Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren sank die Quote noch deutlicher, nämlich von 6,0 auf 5,6 Prozent.

Mehr als 65 000 offene Stellen seien bei den Arbeitsagenturen gemeldet, sagt Höltzen-Schoh. „Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen ist nach dem Ende des Winters wieder angesprungen.“ Die seit Monaten starke Nachfrage nach Arbeitskräften dürfte anhalten.

Ein Blick lohnt sich auch auf die Arbeitslosenquote auf Kreisebene. Spitzenreiter bleibt das Emsland mit 3,4 Prozent (Vormonat: 3,6), gefolgt vom Kreis Osnabrück mit 3,6 Prozent (Vormonat: 3,8), der Grafschaft Bentheim und dem Landkreis Oldenburg mit je 4,0 Prozent. Auch Vechta liegt mit 4,2 Prozent im vorderen Bereich.

Die höchsten Arbeitslosenquoten haben die Städte Delmenhorst (10,8) und Wilhelmshaven (11,7).

Sabrina Wendt
Sabrina Wendt Thementeam Wirtschaft