Augustendorf - Kalt wird es langsam. Der Herbst ist da, und auch der Winter lässt sicher nicht mehr allzu lange auf sich warten. Zeit, sich mit Brennholz für den Kamin zu versorgen. Das kann man in Friesoythe auch selbst in die Hand nehmen. Die NWZ hat bei Onno Striowsky, Revierförster in Augustendorf, nachgefragt.
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Wie kann ich mir selbst Holz besorgen |
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Eine Möglichkeit ist die „Selbstwerbung“. So heißt es, wenn man Holz selbst schlägt. Dabei weist die Revierförsterei Interessenten eine Fläche zu, auf der gekennzeichnete (!) Bäume gefällt werden können. „Man darf seine Fläche nicht kahlhauen“, sagt Praktikant Joost Böckmann, der Forstwirtschaft studiert. Generell ist das Fällen von Bäumen ohne Genehmigung übrigens verboten.
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Was muss ich beim Fällen beachten |
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Voraussetzung ist ein Motorsägenführerschein – und Schutzkleidung, die Helm, Hör- und Gesichtsschutz sowie Schnittschutzhose umfasst. Zudem darf nur Bio-Kettenöl und schadstoffarmes Alkylat-Benzin verwendet werden, da der Wald Wassereinzugsgebiet ist. Motorsägenlehrgänge kann man für 150 Euro beim Forstamt Ahlhorn machen (Infos bei Hubert Krogmann
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Was mache ich, wenn ich nicht selbst fällen will |
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Die zweite Möglichkeit ist, aufgearbeitetes Holz abzuholen. Vor Ort wird geklärt, wie viel von welchem Holz gewünscht ist – und bezahlt. Dann kann der Käufer seinen Holzstapel selbstständig abholen. Beide Möglichkeiten werden gleichviel genutzt, 100 Kunden habe Striowsky im Jahr. „Für das Zerkleinern im Wald ist ebenfalls ein Motorsägenführerschein nötig“, betont er. Zu beachten ist zudem, dass auch im Wald „rechts vor links“ gilt. Es habe tatsächlich schon einen Unfall im Augustendorfer Wald gegeben.
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Wieviel kostet welches Holz |
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Nadelholz koste bei Selbstwerbung 10 bis 14 Euro pro Raummeter, Laubholz 16 bis 20 Euro, erklärt Striowsky. Aufbereitetes Holz liege bei 25 bis 35 Euro pro Raummeter. Anderswo könne man auch zerkleinertes Brennholz erwerben, sagt Böckmann. Aber das sei natürlich deutlich teurer.
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Worin unterscheiden sich die Holzarten |
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Nadelholz hat einen höheren Brennwert pro Gewicht, aber eine geringere Dichte. Deshalb brauchen sie pro Kilogramm mehr Raum und brennen schneller ab. Das bedeutet: Laubholz ist zwar pro Raummeter teurer, sorgt aber länger für Flammen. Im Revier Augustendorf stehe zu 80-90 Prozent Nadelholz von Douglasien und Lärchen zur Verfügung, erklärt Striowsky. Laubbäume seien vor allem Traubenkirschen und Birken.
