Hude - Wechsel an der Spitze der Huder SPD: Die Sozialdemokraten haben am Donnerstagabend einen komplett neuen Vorstand gewählt.
Der bisherige geschäftsführende Vorstand mit dem 1. Vorsitzenden Norbert Hahn, seinem Stellvertreter Paul Kunerts, Schriftführer Michael Rüters und Kassierer Luciano Leßmann war bereits am 10. Mai nach einer außerordentlichen Vorstandssitzung geschlossen zurück getreten.
Man habe die Mitglieder irgendwann einfach nicht mehr erreicht, begründet Norbert Hahn den Entschluss. „Wenn zum Schluss nur noch fünf Mitglieder von 70 bei Versammlungen oder Filmvorführungen auftauchen, dann ist das nicht nur eine erschreckend schwache Quote, sondern beschämend“, sagt der 52-Jährige. Berufliche und private Verpflichtungen hätten den Vorstandsmitgliedern eine vernünftige Parteiarbeit schwer gemacht.
Der Vorstand habe sich deshalb die Frage gestellt, wie es weiter gehen soll. Auch mit Blick auf die im Herbst anstehende Bundestagswahl habe man es für kontraproduktiv gehalten, im Amt zu bleiben. „Vielleicht kann ein neuer Vorstand mehr erreichen und frischen Wind in die Huder SPD bringen“, sagt Hahn.
So sieht es auch Jutta Schröder. Die 69-Jährige, die seit drei Jahren in Hude lebt, wurde auf der Versammlung von den 19 Anwesenden bei einer Gegenstimme zur neuen 1. Vorsitzenden der Huder SPD gewählt. Ihr zur Seite stehen im Vorstand der neue Kassierer Kai Otte und der neue Schriftführer Hendrik Rüdebusch. Ein stellvertretender Vorsitzender wurde nicht gefunden.
Die Stimmung während der Versammlung beschreiben Schröder und Hahn als gut, von einer Führungskrise sei nicht die Rede. „Das ist mir auch für die Zukunft ganz wichtig, man muss ein offenes Ohr für die Leute haben“, sagte sie. Ihre vorrangigste Aufgabe für die Sommerpause sieht die 69-Jährige Rentnerin deshalb auch darin, die Parteimitglieder in Hude kennenzulernen.
In der kommenden Woche werde sich der neue Vorstand dann konstituieren. „Dann werden wir auch sehen, welche Themen wir in Angriff nehmen“, so Schröder. Ihr Vorgänger sagte ihr seine Unterstützung zu. Oben auf der Agenda stehen das Bürgerfest und die Bundestagswahl, zu Schröders persönlichem Steckenpferd zählen aber auch vor allem Frauenfragen und soziale Themen.
