Varel - Es sind nur insgesamt fünf Tische samt Bestuhlung, die vor dem Famila-Markt an der Bürgermeister-Heidenreich-Straße aufgestellt werden sollen. Dennoch sorgten diese während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Umweltschutz für Diskussionen. „Das ist problematisch“, meinte Sigrid Busch (Grüne): „Das geht zu Lasten der Innenstadt.“
In unmittelbarer Nähe zum Kundenparkplatz sollen vor dem Eiscafé zwei Tische mit Sitzgelegenheiten aufgestellt werden, vor dem Grillimbiss drei. Dieses habe nun die Bünting-Gruppe als Betreiber des Einkaufszentrums bei der Stadt beantragt.
„Die Kunden wollen bei schönem Wetter draußen sitzen“, berichtete Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner. Das sei immer wieder an die Belegschaft der Gastronomiebetriebe herangetragen worden. Vertraglich sei das aber nicht möglich, dazu müsste erst der Bebauungsplan geändert werden.
Darauf wollten sich die Ausschussmitglieder aber nicht einigen. Auf Anregung von Hannelore Schneider (SPD) soll das Themen nun zunächst in den Ratsfraktionen beraten werden. „Es wäre eine Aufweichung der Nachhaltigkeit der Beschlüsse“, kritisierte Sigrid Busch.
Gegen die Außengastronomie bei Famila hatte sich die Werbegemeinschaft Varel in der NWZ ausgesprochen. „Wir haben 25 Leerstände in der Innenstadt“, sagte Rolf Peter Filmer in der Einwohnerfragestunde: „Tendenz steigend.“ Den Geschäftsleuten in der Fußgängerzone werde so weiter das Wasser abgegraben: „Die Stadt wird dadurch immer uninteressanter für Neubürger und Touristen.“
Olaf Freitag von der Stadtverwaltung betonte indes, dass keine Verkaufsstände beantragt wurden. Zudem verwies er darauf, dass die Anzahl der gewünschten Tische sehr gering sei.
