Vechta - Mit Schlachtrufen wie „Wir fordern Stammbelegschaft“ und „Guter Lohn für gute Arbeit“ haben am Sonntag mehrere Hundert Demonstranten in Vechta gegen den Missbrauch von Werkverträgen und Leiharbeit protestiert. Organisiert hatte die Maikundgebung das Netzwerk für Menschenwürde in der Arbeitswelt. Dessen Vorsitzende Audra Brinkhus-Saltys freute sich über den hohen Anteil von ausländischen Arbeitern an den Demo.
Bei einer Kundgebung auf dem Europaplatz forderte Prälat Peter Kossen vom Offizialat in Vechta die Werkvertragsarbeiter auf, sich zu wehren und ihre Situation bekannt zu machen. Alle anderen bat er um Solidarität. „Als Christen setzen wir uns ein für die Kleinen und Schwachen“, sagte Kossen.
Mit den „Sauereien auf dem Arbeitsmarkt“ müsse Schluss sein, sagte Matthias Brümmer von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Es gehe nur noch darum, Menschen abzuzocken und auszubeuten. An dieser Stelle sei die Bundesregierung gefragt, endlich einzuschreiten. Ein Gesetz gegen den Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen befindet sich derzeit in Berlin noch in der Warteschleife.
